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Der virtuelle Raum und rekursive Produktion der Stadtlandhybriden von Los Angeles

  • Olaf Kühne
Part of the RaumFragen Stadt – Region – Landschaft book series (RFSRL)

Zusammenfassung

Für die ‚Los Angeles School‘ verkörpert die Agglomeration in ihrem Spannungsfeld von Globalisierung, Segmentierung, Ethnisierung, Suburbanisierung und Umweltbelastung die Zukunft des Städtischen schlechthin. Die Stadt, oder vielmehr der Stadtlandhybrid, steht dabei in einer unauflöslichen Beziehung „mit dem Film, der Filmkultur und der Produktion von Selbstbildern“ (Huber/Stern 2002: 24). Filme erschaffen Landschaften, „indem sie Städte, Länder und Regionen thematisieren sowie Geschichten und Begebenheiten erzählen“ (Escher/Zimmermann 2001: 228; vgl. auch Bollhöfer 2003). Sie tragen – gerade in Los Angeles – zum Branding, als „die Durchsetzung einiger dominanter Lesarten einer Stadt, welche Besuchern wie auch Einheimischen den Eindruck vermitteln, dass man die Stadt kennen kann“ (Löw 2010: 84), bei. Der Stadtlandhybrid Los Angeles stellt dabei etwas zwischen vermachtetem Trugbild einer Stadt, als Erzeugung der Medien, ein Simulacrum eben, und einer Fiktion mit räumlicher Dimension und Verortung dar. Landschaften in medialen und virtuellen Welten stellen eine Erweiterung des im physischen Raum verankerten architektonischen Hyperspace (Jencks 1977) in der Dimension des secondspace von Soja (1996) dar (Fröhlich 2003). Mediale und virtuelle Stadtlandhybride des secondspace wirken dabei sowohl auf den physischen Raum (als Teil des firstspace) und auf die alltagsweltlichen Raum- und insbesondere Landschaftsbezüge zurück (thirdspace; Fröhlich 2003).

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

Authors and Affiliations

  • Olaf Kühne
    • 1
  1. 1.Universität SaarbrückenSaarbrückenDeutschland

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