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Von der Moderne und der Postmoderne – Entstehung und Entwicklungen der Stadtlandhybriden

  • Olaf Kühne
Part of the RaumFragen Stadt – Region – Landschaft book series (RFSRL)

Zusammenfassung

Viele physische Folgen und Nebenfolgen sozialen Handelns sind – als später nicht leicht beeinflussbare Exioritäten (Stichweh 2003) – Ausdruck gesellschaftlicher Bedürfnisse, vielfach aber auch paradigmatischer Vorstellungen einer physisch-räumlichen Ordnung. Damit stellen sie als Ausdruck der „Domestikation des Raumes“ (Stichweh 2003: 100; vgl. auch Mellemgaard 2001) sowohl das Verhältnis der jeweiligen Gesellschaft zum Raum als auch das rekursive Verhältnis von sozialer Ordnung und Raum dar (siehe auch Robertson/Richards 2003). Dieses rekursive Verhältnis von physischem Raum und sozialen Sollvorstellungen und Deutungen von Raum ändert sich durch das Aufkommen neuer Raumbetrachtungs- und Raumordnungsparadigmen (Kuhn 1973). Zwischen Moderne und Postmoderne lässt sich ein solcher paradigmatischer Bruch in Bezug auf die gesellschaftlichen Landschafts- und Raumbezüge feststellen, die sich im physischen Raum manifestieren und als angeeignete physische Landschaft beobachtet werden können. Wesentliche Charakteristika des Umgangs mit physischem Raum in Moderne und Postmoderne sind in Abbildung 15 zusammengefasst. Wesentlich ist dabei, dass postmoderne Raumforschung sich von dem modernistischen Blick, der Stadt als einheitliches und kohärentes Prinzip der Organisation eines Raumes versteht, ebenso verabschiedet hat wie von der Idee, einer linearen Stadtentwicklung und der individualistischen Perspektive, Stadt sei das Ergebnis rationaler individueller Entscheidungen (Dear 2005c).

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

Authors and Affiliations

  • Olaf Kühne
    • 1
  1. 1.Universität SaarbrückenSaarbrückenDeutschland

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