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Zusammenfassung

Eine stärkere Betonung der griechischen Kultur und eine Abschwächung der lateinischen Tradition scheinen die humanistische Epoche zu kennzeichnen. Da jedoch das historische Bewußtsein fehlt und die Antike mehr oder weniger von der eigenen Gegenwart aus gedeutet wird, gelingt es nicht, den Eigenwert eines Kunstwerkes und seine zeitliche Bedingtheit sowie seine zeitlose Auswirkung zu ergründen. Man befaßt sich zwar mit dem Griechentum, letztlich aber bleibt die lateinische Sprache und ihre Dichtung näher, vertrauter. Man eignet sich die Inhalte und Stoffe griechischer Kunst an, begreift sie jedoch mit dem verengten Verständnis, das am Lateinischen geschult ist und dem sich nur einige weitere Perspektiven eröffnen. Die Auffassung der Sprachhöhe, der ›dignitas‹, gilt als Norm. An ihr mißt man die Dichter, die gleichbedeutend werden mit Stilkünstlern.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1971

Authors and Affiliations

  • Thomas Bleicher
    • 1
  1. 1.MainzDeutschland

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