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Der böse Blick der Schrift

  • Edgar Allan Poes
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Part of the Studien zur Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft book series (SAVL)

Zusammenfassung

Poe hat zwei Erzählungen geschrieben, in denen Käfer eine Rolle spielen: The Gold-Bug (1843) und The Sphinx (1846). Daß der Titel jeweils einen klassifizierenden Namen des Insekts nennt, heißt nicht nur, daß die Insekten im Vordergrund der Erzählungen stehen, sondern vor allem, daß ihren Namen besondere Relevanz zukommt. Der Name behauptet sich im Geschehen als nomen atque ornen (Plautus, Persa, 4,4,74), als Name und zugleich Vorbedeutung: der Name wird buchstäblich zum Omen, er ist Zeichen einer bösen bzw. guten Vorbedeutung (an incident (…) which had in it so much of the portentous character, that I might well have been excused for regarding it as an omen [H 6.239]; This hug is to make my fortune (…). Since Fortune has thought fit to bestow it upon me, I have only to use it properly and I shall arrive at the gold of which it is the index2 [H 5.105]). Der Name oder die Bezeichnung des Insekts im Titel der Erzählung ist aber nicht nur Zeichen, sondern das Insekt hat auch eins auf seinem Körper: das des Kopfes. Denn in beiden Erzählungen wird der Kopf als Piktogramm bedeutsam, und zwar als Totenkopf (death’ s head). Dieser Totenkopf, der eigentlich Todeskopf heißen müßte, denn er ist eine Personfikation des Todes, dem Insektenkörper eingezeichnet, motiviert das die Erzählungen durchziehende Spiel mit Vorbedeutungen. Kein Zeichen war tauglicher, das Geschehen als Werk der Providence oder ebensogut als Folge einer Reihe von coincidences erscheinen zulassen, keins eindrücklicher im Hinblick auf den popular belief in omens3 (H 6.239).

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1978

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  • Edgar Allan Poes

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