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Sti(e)laugen

  • Edgar Allan Poes
Chapter
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Part of the Studien zur Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft book series (SAVL)

Zusammenfassung

In einem der Emblembücher, die sich als Erweiterungen von Cesare Ripas zuerst 1593 erschienener Iconologia verstanden, wird unter dem Stichwort Änigme ein Mann abgebildet, der gänzlich von einem Netz umgeben ist. G. R. Hocke, der das Emblem in seinem Buch Die Welt als Labyrinth abdruckt, aber nicht präzis verrät, in welcher Ausgabe Ripas es zu finden ist, beschreibt den Mann so:

»In der rechten Hand trägt er ein Seil, in der linken einen Pfirsich. Zu seinen Füßen liegt eine anmutige Sphinx. Seil und Netz sind verknotet. Um eine symbolische Darstellung des Geheimnisvollen, der dunklen Schreib- und Malweise handelt es sich, um die Verkörperung des Änigmatischen und Zweideutigen, Widerspruchsvollen und >In-Verlegenheit-Bringen-den<, wie Ripa selbst erklärt. Das Wort Änigma, so führt Ripa weiter aus, kommt aus dem Griechischen, die Lateiner nannten es scrupus. Augustinus habe die Änigme als >dunkle Al-legorie< bezeichnet. Seil und Netz mit Knoten und Windungen symbolisieren die kunstvolle Mühe, der Pfirsich bedeutet die acutezza dell’ ingegno, den geistigen Scharfsinn. (Der Pfirsichbaum stammt aus Persien, und die Perser galten als besonders scharfsinnig.) Er ist aber auch ein Symbol für das Hieroglyphische wie die Sphinx. Nach Ripa ist nun ein Emblem eine gemalte Änigme. Wir sehen also vor uns eine gemalte Änigme des Änigmatischen.« [1]

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1978

Authors and Affiliations

  • Edgar Allan Poes

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