Advertisement

Die narrative Erklärung als wissenschaftstheoretischer Ausgangspunkt einer pragmatischen Erzähltheorie

  • Werner Schiffer

Zusammenfassung

A. C. Dantos Konzeption einer »narrative history« — besonders durch J. Habermas in die sozialwissenschaftlich-hermeneutische und vor allem durch H. M. Baumgartner in die aktuelle geschichtstheoretische Diskussion einbezogen — ist auch für die neuere literaturwissenschaftliche Theoriebildung kein weißer Fleck mehr.[1] Trotzdem hat bisher noch keine detailliertere erzähltheoretische Auseinandersetzung mit Dantos Thesen stattgefunden. Vor allem Dantos nicht nur geschichts-, sondern ebenso erzähltheoretisch provozierende Kernthese — die Form der Erzählung sei bereits als solche eine Form der Erklärung — ist bisher nicht genauer auf ihre Tragfähigkeit und Konsequenzen überprüft worden. Dies soll in diesem Kapitel versucht werden, wobei ich neben den zentralen Thesen Dantos besonders auch Überlegungen G. H. von Wrights und W. D. Stempels einbeziehen werde und wir zum Schluß noch die geschichtstheoretischen Konzepte von J. Habermas und H. M. Baumgartner wenigstens streifen müssen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Anmerkungen

  1. 48.
    Bei H. D. Weberwird dieses Prinzip noch unkritisch übernommen (1974, S. 12).Google Scholar
  2. 49.
    Lämmert(1973, S. 512), Lämmertweist an dieser Stelle auch auf eine ähnliche Tendenz in der Entwicklung des modernen Romans hin (s. S. 511).Google Scholar
  3. 51.
    L. v. Ranke, »Die Erhebung Preußens im Jahre 1813 und die Rekonstruktion des Staates«, Leipzig 1908, S. 114–130.Google Scholar
  4. 54.
    Habermasspricht bei seiner Analyse von WehlersBuch von »kollektiven Akteuren« (1976, S. 210 ff).Google Scholar
  5. 65.
    Zum Begriff des praktischen Wissens vgl. Habermas(1970, S. 266 ff), vgl. auch (1968a, S. 320): »Die historische Bedeutung von Ereignissen ist implizit immer auf den Sinnzusammenhang einer durch Ich-Identität zusammengehaltenen Lebensgeschichte oder einer durch Gruppenidentität bestimmten Kollektivgeschichte bezogen.«Google Scholar
  6. 75.
    H. V. Geppert(1976) übernimmt diese Einschätzung unbefragt (S. 176).Google Scholar
  7. 77.
    Vgl. dazu Stierle(1973) sowie das Heidelberger Forschungsprojekt »Appell und Applikation. Formen der Leser-Instruktion in Erzähltexten«.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1977

Authors and Affiliations

  • Werner Schiffer

There are no affiliations available

Personalised recommendations