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Der politische Gehalt des »Struwwelpeter« und die Beziehung zur populären Bild- und Erzähltradition

  • Marie-Luise Könneker

Zusammenfassung

Erfolg und Originalität des Hoffmannschen Bilderbuches sind in der Literatur bisher meist nur bestaunt worden; Hinweise auf seine populäre Motivik finden sich nur ganz vereinzelt. [1] Neuere Arbeiten suchen vor allem den Struwwelpeter als Teil der Geschichte bürgerlicher Wertvorstellungen zu begreifen. Ihnen gilt das Ensemble der Struwwelpeter-Geschichten als typisch bürgerlicher Tugendkanon. [2] Aber auch diese Art der Interpretation wird — zumindest in ihrer bisherigen Eingeschränktheit — dem Charakter dieses Werkes nicht gerecht. Der kritische Hinweis auf seinen »autoritären« pädagogischen Gehalt sagt über Entstehung und historische Bedeutung des Struwwelpeter kaum etwas — bewahrt dieses Buch doch viel mehr auf als eine originelle Bebilderung und Versifizierung bürgerlicher Tugendlehren, über deren bloß relative Gültigkeit sich inzwischen Wissenschaftler und praktische Pädagogen weitgehend einig sind.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Auf die Verwandtschaft des »Struwwelpeter« mit dem ›Bärenhäuter‹ macht Richard M. Meyer aufmerksam; die Beziehung der »Geschichte von den schwarzen Buben« zur Schülerlegende deutet E. Frh. v. Künßberg an: cf Anm. 51 und 80 Donald Brinkmann läßt, um »das Rätsel des ›Struwwelpeter‹« zu lösen, eine lange Reihe respektabler Ahnen aus der internationalen Mythologie Revue passieren (Donald Brinkmann, Heinrich Hoffmanns ›Struwwelpeter‹. Eine psychologische Analyse des erfolgreichsten Kinderbuches, Schweizerische Zs. f. Psychologie 4/1945, p. 204–221): Vom Dionysos-Mythos bis zu den Wilden Leuten und Goethes Satyros werden alle Gestalten erwähnt, die sich durch ihre wildwachsenden Haare (und Fingernägel) als heilig oder teuflisch ausweisen, bis Brinkmann schließlich beim indischen Gott Schiwa, »dem Gott der Zerstörung« landet, den er — hat Hoffmann doch einmal einem Honoratioren-Club, der sich den wohlklingenden Namen ›Bäder des Ganges‹ zulegte, angehört — als unmittelbares Vorbild des »Struwwelpeter« ausgibt, denn »schicksalhafte Vernichtung und Zerstörung bildet das Grundthema, das alle Bildergeschichten im ›Struwwelpeter‹ … in immer neuen Variationen behandeln«. (l. c. p. 214) So kommt er zu dem Schluß, »die Gestalt des ›Struwwelpeter‹« sei »eines jener Urbilder der menschlichen Seele, die C. G. Jung als Archetypen bezeichnet«. (p. 220)Google Scholar
  2. 2.
    »Außerdem kam der Inhalt den verbreiteten pädagogischen Vorstellungen von der bedingungslosen Unterwerfung des jungen Menschen unter den Tugendkatalog der Gesellschaft entgegen.« Müller, l. c. p. 60 cf außerdem Hunscha l. c. und Vogt, besonders p. 24Google Scholar
  3. 3.
    Helmut Hartwig, Märchenillustration im Sozialisationsprozeß, Manuskript, p. 12 Hartwig geht daher davon aus, daß es unnötig ist, zwischen kindlicher und erwachsener Rezeption einen prinzipiellen Unterschied zu machen; indem der objektive gesellschaftliche Gehalt bestimmt werde, würden auch die Bedingungen bestimmt, unter denen die kindliche Rezeption stattfindet.Google Scholar
  4. 4.
    »Die ›Kinderwelt‹ ist gewissermaßen die Extrapolation jener illusionären Art von nicht-rationaler, nicht zweck-bezogener, nicht materialistischer Welterfahrung, die der Irrationalismus zum Programm erhob, die aber in der ›Erwachsenenwelt‹ in unlösbarem Gegensatz zur tatsächlichen Erfahrung der kapitalistischen Gesellschaft stand. Sie ist ein Versuch, die mehr und mehr zutage tretenden bedrohlichen Widersprüche dieser Gesellschaft wenigstens in einem utopischen Kinderland als nicht vorhanden zu wähnen — ein insgesamt hoffnungsloser Versuch, der doch noch in seiner kläglichsten Form das Leiden am Bestehenden verrät.« Dieter Richter, Kinderbuch und politische Erziehung. Zum Verständnis der neuen linken Kinderliteratur, In: Richter, Vogt l. c. p. 34Google Scholar
  5. 5.
    cf Kap. IV, 1 dieser ArbeitGoogle Scholar
  6. 6.
    David Kienzle, The early Comic Strip, l. c.Google Scholar
  7. 7.
    cf p. 218–223 dieser ArbeitGoogle Scholar
  8. 8.
    Zum »Volkston« cf Sengle l. c. p. 621 f und p. 242 dieser ArbeitGoogle Scholar
  9. 9.
    Im »Gestiefelten Kater« von Tieck wird »das vernünftige, intelligente Tier … zum Vehikel der … außerordentlich vielseitige[n] und scharfzüngige[n] Kritik am Feudalabsolutismus deutscher Spielart«. Erläuterungen zur klassischen deutschen Literatur. Romantik, Berlin 1973, p. 211 Bei Brentano stellen schon die Personennamen seiner Märchenfiguren die Beziehung zur bürgerlich-kapitalistischen Realität her: die Töchter der Kaufleute Seligwittig-Erben und Risiko werden Kommanditchen und Kreditchen gerufen; Dilldapp entpuppt sich als deutscher Michel. In der »Geschichte vom Ursprung des ersten Bärnhäuters« kommt nicht nur mit dem Verleger Cotta, der den Bärnhäuter für Geld sehen läßt, die deutsche Literaturszene ins Bild. In den genannten Beispielen wird jedoch — wie auch später von Hoffmann — die Märchenbzw. Kindergeschichtenform nicht zur oberflächlichen und beliebigen Tarnung benutzt, sondern der Reiz besteht gerade darin, daß sich beide Ebenen — die des Märchens und die der Zeitsatire — ineinander verschieben. So bemerkt Gerhard Schaub: »Die Doppelbödigkeit der ›Geschichte vom Ursprung des ersten Bärnhäuters‹ besteht darin, daß sich an ihr, ähnlich wie in ›Gullivers Reisen‹, der naive wie auch der gebildete Leser gleichermaßen ergötzen können, jener an ihrer Lustigkeit und Ausgelassenheit, dieser an ihren satirischen Invektiven gegen die Feinde der Heidelberger Romantik.« l. c. p. 181 Es ist jedoch zu hoffen, daß auch »der gebildete Leser« Spaß an der Freud, an »Lustigkeit und Ausgelassenheit« hat, wie denn auch Kinder mehr oder weniger vermittelt in eine Rezeption des politisch-literarischen Gehalts mit einbezogen sind.Google Scholar
  10. 10.
    cf p. 9, 97 dieser ArbeitGoogle Scholar
  11. 11.
    Lebenserinnerungen, l. c. p. 77Google Scholar
  12. 12.
    Ludwig Walesrode berichtet, daß es im Gegensatz zur scharfen Überwachung der geschriebenen Literatur eine zeitweise »Bilderpreßfreiheit« gegeben habe, weil die Zensoren den visuellen Code der Karikatur erst lernen mußten: »Was die Feder nicht schreiben durfte, das zeichnete sie; und was das Volk nicht hören durfte, das sah es.« Vor allem mit Hilfe »bildliche(r) Thiermetamorphose« seien politische Aussagen gemacht worden, bis schließlich in einem regelrechten Bildersturm alle, auch ganz harmlose »Thierstücke« unter politischem Verdacht »confiscirt« worden seien. Ludwig Walesrode, Unterthänige Reden, Zürich 1843, p. 44 ff Unter diesen Umständen darf man wohl eine erhöhte Sensibilität und Aufnahmebereitschaft für politische Codierungen erwarten.Google Scholar
  13. 13.
    ibid, zur Karikatur insgesamt p. 35–75, außerdem Rosencranz l. c.; für die Revolutionszeit cf Karl Obermann, Flugblätter der Revolution. Eine Flugblattsammlung der Revolution von 1848/49 in Deutschland, Berlin 1970, passimGoogle Scholar
  14. 14.
    Helmut Hartwig, Karikatur und bürgerliche Öffentlichkeit, In: Hartwig, Riha, l. c. p. 92Google Scholar
  15. 14a.
    Hartwig, Märchenillustration l. c.Google Scholar
  16. 15.
    Wolfgang Steinitz teilt folgendes Lied mit, das auf den erschossenen Robert Blum gesungen wurde: »Des Morgens in der vierten Stunde Da öffnet sich das Brückenburger Tor /: Und die Händ’ am Rücken festgebunden Tritt Robert Blum mit stolzem Schritt hervor.: Ja, Robert Blum, er rasselt mit den Ketten, Kein deutscher Mann, der ihm zur Seite steht! Und des Henkers Knecht wohl in der Mitten, Er lieset ihm sein Todesurteil vor. Er aber sprach: ›Ich bin bereit zu sterben! Geb gern mein Leben für euch alle hin! Aber eins, aber eins, es liegt mir schwer am Herzen: Es ist mein vielgeliebtes Weib und Kind! Hier diesen Brief, ihn gebet meinem Freunde! Hier diesen Ring meinem vielgeliebten Weib! Aber diese kleine goldne Uhr, Die gebet Alfred, meinem jüngsten Sohn!‹ Die erste Kugel traf ihn in die Schläfe, Die zweite seine Brust mit Ehr und Ruhm, Und so erschossen sie den treuesten, Den Freiheitskämpfer Robert Blum.« Steinitz zitiert aus den Akten einer Disziplinaruntersuchung von Chemnitzer Bürgerschullehrern, in denen Handwerkerkinder beschuldigt werden, das »Lied vom treuen Robert« gesungen zu haben. Der Übermittler des Liedes berichtet: »Dieses Lied hat mein Großvater, der Eisendreher Hermann Ehrhardt in Chemnitz seinem jüngsten Sohn übergeben, meinem Vater, dem Eisendreher Emil Ehrhardt, der hat es wieder mir, seinem jüngsten Sohn übergeben.« zitiert nach: Wolfgang Steinitz, Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters aus sechs Jahrhunderten. Gekürzte Ausg. in einem Bd., Berlin 1973, p. 253 f, 259 Zum Heckerlied cf John Meier, Lieder auf Friedrich Hecker. Volksliedstudien, Straßburg 1917Google Scholar
  17. 15a.
    Dingelstedts Aufsatz wirkt — vor allem heute — ausgesprochen satirisch, jedoch scheint es angesichts des konservativen Schwenks, den D. als fürstlicher Vorleser vollzog, nicht ausgeschlossen, daß er »seine Warnung«, »Keine Denunciation« (l. c. p. 131) ernst gemeint hat. Dafür spricht auch seine Beurteilung der Parodie, die Sengle zitiert: »Ich liebe unter allen Kunstformen die Parodie am wenigsten, jede Karikatur stößt mich ab, und der Spaß wird mir ekelhaft-unflätig, sobald er mit seinen kecken Beinen den gefährlichen Schritt vom Erhabenen zum Lächerlichen macht und jenes notzüchtigend in seine gemeinen Arme zieht.« nach Sengle, l. c. p. 638 Daß die Zeitgenossen — ob mit oder ohne Dingelstedts Enttarnung — die politischen Anspielungen verstanden haben, wird nachdrücklich in einem Leserbrief in der FAZ (18. 9. 1959) betont: »Mein Vater und sein Bruder erzählten uns in unserer Jugend immer wieder, daß die Gestalten des ›Struwwelpeters‹ den Zeitgenossen wohlverständliche Allegorien auf Politiker und Ereignisse um das Jahr 1848 gewesen seien.« zitiert nach Müller, l. c. p. 62, der darauf jedoch nichts geben mag.Google Scholar
  18. 16.
    »Aus der Reihung von impossibilia erwächst der Topos ›Verkehrte Welt‹.« Ernst Robert Curtius, Europäische Literatur und Lateinisches Mittelalter, 6. Auflage Bern und München 1959, p. 104Google Scholar
  19. 17.
    Eine umfassende Darstellung bietet: Giuseppe Cocchiara, Il mondo alla rovescia, Turin 1963, besonders das 10. und das 16.–20. KapitelGoogle Scholar
  20. 18.
    In den »Niederländischen Sprichwörtern« gibt Breughel auch eine Darstellung der ›Verkehrten Welt‹, die er durch eine umgekehrte Weltkugel kennzeichnet, reproduziert in: Max Seidel, Roger H. Marijnissen, Breugel, Stuttgart, Stuttgart o. J., Abb. 88–101 Die ›Verkehrte Welt‹ gilt als Transformation der Naturgesetze, als widersprüchlich und damit böse. So ist bei Grimmelshausen die Hölle der Ort, an dem alles umgekehrt zugeht. Für Hieronymus Bosch steht die Ordnung für das göttliche, die Unordnung für das teuflische Prinzip, cf Cocchiara, p. 221 Zugleich wecken jedoch seine Bilder, in denen Größen-, Herrschafts-, Subjekt- und Objekt-Verhältnisse auf wunderliche Weise auf den Kopf gestellt werden, das unstillbare Verlangen nach dem »Garten der Lüste«.Google Scholar
  21. 19.
    Fischart, nach Bolte/Polivka, l. c. Bd. 3, p. 255Google Scholar
  22. 20.
    »Zeitklage« ist an sich ein feststehender Terminus für eine bestimmte Form mittelhochdeutscher moralisierender Literatur (cf Walter Rehm, Kulturverfall und spätmittelhochdeutsche Didaktik, ZfdPh 52); der Begriff wird hier für inhaltlich und formal ähnliche Gestaltungen auch späterer Epochen verwandt.Google Scholar
  23. 21.
    cf Bolte/Polivka, l. c. Bd. 4, p. 118f Über die Verbindung des Schlaraffenlandes mit dem antiken Goldenen Zeitalter cf außerdem: Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung, Gesamtausgabe Bd. 5, Frankfurt/M 1959, p. 548Google Scholar
  24. 22.
    cf Hans Wolf Jäger, Politische Metaphorik in Jakobinismus und Vormärz, Stuttgart 1971Google Scholar
  25. 23.
    Eine umfangreiche Zusammenstellung und teilweise Neufassung nahezu aller traditioneller Elemente des Motivs finden sich in einem um 1840 erschienenen Kinderbuch: Die verkehrte Welt in Bildern und Reimen, Stuttgart o. J. (um 1840)Google Scholar
  26. 24.
    cf p. 224 dieser ArbeitGoogle Scholar
  27. 25.
    ibid, p. 25–29Google Scholar
  28. 26.
    zitiert nach: Werner Welzig, Ordo und Verkehrte Welt bei Grimmelshausen, In: ZfdPh 78/1959, p. 430 Grimmelshausen versucht im Vorwort zu »Dess Abentheuerlichen Simplicissimi Verkehrte Welt«, aus dem das Zitat stammt, mit der Darstellung des Verkehrten eine Umkehr der schlechten Wirklichkeit zu initiieren. Welzig interpretiert die Romane Grimmelshausens insgesamt als Kritik am Verkehrten: »Jede Figur Grimmelshausens ist derart ein Bild der Auseinandersetzung mit einer verkehrten Welt … Ordnung ist die vollzogene Gerechtigkeit unter diesen Menschen im Hinblick auf den Stand, dem sie angehören. Verkehrte Welt ist aber die, in der die Hierarchien der Stände nicht mehr beachtet werden.« Welzig, Ordo … 2. Teil, In: ZfdPh 79/1960, p. 137 fGoogle Scholar
  29. 27.
    Erasmus von Rotterdam, Das Lob der Torheit. Econium Morae, Stuttgart 1966Google Scholar
  30. 28.
    Thomas Murners Schelmenzunft, nach den beiden ältesten Drucken, ed. von Meier Spanier, 3. Auflage Halle 1968Google Scholar
  31. 29.
    cf Anm. III, 99Google Scholar
  32. 30.
    Grobianus, l. c. p. 6 fGoogle Scholar
  33. 31.
    Neu Ruppiner Bilderbogen Nr. 668, l. c. Abb. Nr. 8 (um 1830) Ausschließlich sozial relevante Umkehrungen nennt Grimmelshausen: »wie der Ochse den Metzger metzelte / das Wild den Jäger fällete / die Fisch den Fischer fraßen / der Esel den Menschen ritt / der Lay dem Pfaffen predigte / das Pferd den Reuter tummelte / der Bauer kriegte und der Soldat pflügte.« Hans Jakob Christoph von Grimmelshausens Ewig Währender Kalender nebst Stücken aus dem jährlichen Wunder-Geschichts-Kalender. Mit vielen Bildern geziert, München 1925, p. 195 In Rollenhagens »Froschmeuseler« mahnt der Löwe den Hasenstudenten: »Weißest du nicht, daß jeder Seel tun sol der obrigkeit befel? Soln wir das unterst oben keren, Den diener setzen auf den herren?« zitiert nach: Friedrich Sieber, Der Bilderkreis des Hasenhauses der Augustusburg, In: Deutsches Jahrbuch für Volkskunde 7/1961, p. 163Google Scholar
  34. 32.
    Neu Ruppiner Bilderbogen, l. c.Google Scholar
  35. 33.
    Am raffiniertesten durchgeführt ist dieser Gegenzug in der Polemik gegen Tierquälerei, in der der Bürger das Tier gegen die angebliche Grausamkeit der mit ihm Arbeitenden in Schutz nimmt und so der plebejischen Allegorie ein scheinbar realistisches, jedoch durchaus tendenziöses Gegenbild entgegenhält. cf p. 164 f dieser ArbeitGoogle Scholar
  36. 34.
    Die verkehrte Welt in Bildern … l. c. 2. BlattGoogle Scholar
  37. 35.
    Neu Ruppiner Bilderbogen, l. c. Heine vergleicht Revolutionäre, zu deren Mut und Tatkraft er kein Zutrauen hat, mit Hasen: »… und daß überhaupt die jetzigen schweizerischen Freiheitshelden, die so viel Politisch-Kühnes ins Publikum hineinschwatzen, mir immer vorkommen wie Hasen, die auf öffentlichen Jahrmärkten Pistolen abschießen, alle Kinder und Bauern durch ihre Kühnheit in Erstaunen setzen und dennoch Hasen bleiben.« Heine, Die Harzreise, Werke l. c. Bd. 2, p. 259Google Scholar
  38. 36.
    cf unten p. 193 fGoogle Scholar
  39. 37.
    cf Kulischer, Allgemeine Wirtschaftsgeschichte, l. c. Bd. 2 p. 12, 32 Schon vor 1789 schreibt Gottfried August Bürger ein Gedicht mit dem Titel: »Der Bauer an seinen durchlauchtigsten Tyrannen«, in dem es heißt: »Wer bist Du, Fürst, daß in mein Fleisch Dein Freund, dein Jagdhund, ungebläut Darf Klau und Rachen haun? Wer bist du, daß durch Saat und Forst Das Hurra deiner Jagd mich treibt, Entatmet wie das Wild? — Die Saat, so deine Jagd zertritt, Was Roß und Hund und du verschlingt, Das Brot, du Fürst, ist mein!« zitiert nach: Walter Grab, Uwe Friesel, Noch ist Deutschland nicht verloren. Eine historisch-politische Analyse unterdrückter Lyrik von der Französischen Revolution bis zur Reichsgründung, München 1970, p. 25 Und 1848 wird folgende »Adresse an Seine Majestät den König von Sachsen« gerichtet: »… noch zertreten die Jagdberechtigten unsere Saatfelder und ihr Wild zernagt unsere Pflanzen und Bäume … Möge Eure Königliche Majestät der Ständeversammlung ein Gesetz vorlegen, worin die Ablösung der Jagd vermittelt« wird. zitiert nach: Karl Obermann (ed.), Flugblätter der Revolution, Berlin 1970, p. 74Google Scholar
  40. 38.
    Der Text des Gedichtes lautet: »Das edle Wild der Freiheit scharf zu hetzen, Durchstöbert eine finstre Jägerbande Mit Blutgewehren, stillen Meuchelnetzen Der Wälder Heiligtum im deutschen Lande. Das Wild mag über Ström und Klüfte setzen, Und klettern mags am steilen Klippenrande: Der Weidruf schallt durch Felsen, Ström und Klüfte Empört verschleudern ihn die deutschen Lüfte.« zitiert nach: Grab, Friesel, l. c. p. 105Google Scholar
  41. 39.
    Theodor Körner, Lützows wilde Jagd, zitiert nach: Befreiungskriege. Erläuterungen zur deutschen Literatur, Berlin 1973, p. 144Google Scholar
  42. 40.
    Fritz Reuter, überführt auf offener Straße »Fürsten zum Land hinaus« gesungen zu haben, wurde dafür als »Demagog« zunächst zum Tode, schließlich zu sieben Jahren Festungshaft verurteilt. cf Wolfgang Steinitz, Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters aus sechs Jahrhunderten (gekürzte Ausgabe in einem Band, ed. von Hermann Strobach), Berlin 1973, p. 225–229 Das Lied wird weiter ausgebaut von dem Schweizer Rudolf Kölner in seiner »Fürstenjagd«, die mit den Versen beginnt: »Hallo! Zum wilden Jagen Auf jedes Kronentier … Zum Schuß auf Fürstenfüchse Im großen Vaterland!« zitiert nach Grab, Friesel, l. c. p. 112Google Scholar
  43. 41.
    Edmund Goetze (ed.), Sämtliche Fabeln und Schwänke von Hans Sachs, Bd. 1, 2. Auflage Halle 1953, p. 348 f Hans Sachs schrieb auch einen Schwank über »Der Hasen klage«, wo er die Hasen und mit ihnen die Unterdrückten zu christlicher Duldsamkeit ermahnt: »Has o hab gedüeld! Ob dw gleich leidest vmb vnschueld Wider all pillikeit vnd recht Sambt alle dem hasen geschlecht Vnd las’ soliches dein trost sein, Das dw auf erd nicht pist allein, Der leidet widerwertigkeit Die weil in dieses lebens zeit In dem eilenden jamertal Anfechtung, angst, creücz vnd trüebsal Ist allen creatürn gemein! Derhalb gieb dich willig darein, Das dir aus vngedült nit wachs Noch groser Schaden! spricht Hans Sachs« l. c. p. 468 f; mit ähnlicher Moral endet auch »Der Thier- und Jäger-Krieg«; publiziert auf einem Bilderbogen des 17. Jhs., in dem ebenfalls die Wiedereroberung der Macht durch die Jäger geschildert wird: »Lernet nun hieraus die lehr: Es ist besser dienstbar schlaffen, als voll Eifers ohne Macht nehmen bald bereute Waffen« Wiedergegeben in: Brückner, l. c. Abb. 86Google Scholar
  44. 42.
    zitiert nach Sieber, l. c. p. 155Google Scholar
  45. 43.
    ibid, p. 157 fGoogle Scholar
  46. 44.
    Sieber gibt eine Auseinandersetzung während des Bauernkrieges wider, in deren Verlauf die Ambivalenz der Motivik der ›Verkehrten Welt‹ zu unmittelbar politischem Ausdruck kommt — die Bauern werden als quakende Frösche verspottet, denen ein Aufstand nicht zuzutrauen sei. Als den Ulmer Herren dann ein Haufen von 30000 Mann gegenübersteht, schreibt der Chronist: »es ja ein ansehen hat, als weitend die fröschen den storken fressen, wie ainmal das gewild den jäger kochet und breit …« Sieber, l. c. p. 158, cf hierzu ferner: Jäger, l. c. p. 41–47Google Scholar
  47. 45.
    Nach seinem gegen die 1848er Revolutionäre gerichteten »Handbüchlein für Wühler« schrieb Hoffmann, dem Gutzkow vorgeworfen hatte, er nütze damit der Reaktion, noch im selben Jahr auch eine Satire auf die feudale Reaktion, den »Heulerspiegel«, um beiden Seiten gerecht zu werden. cf Hoffmann, Lebenserinnerungen, l. c. p. 125Google Scholar
  48. 46.
    In den eine Inhaltsübersicht enthaltenden Versen der ersten Ausgaben spricht Hoffmann vom »Sonntagsjägersmann«, cf. Anm. IV, 106 Daß auch das Motiv des Sonntagsjägers am Ernst des sozial relevanten Rollentauschs von Jäger und Wild partizipiert und sich nicht im Ulk der vielfach variierten Geschichte der vor einem Hasen ausreißenden Sieben Schwaben erschöpft, zeigen die folgenden Verse aus einem Kinderbuch von Carl Reinhardt: »Wehe euch, ihr Sonntagsjäger! Geht verkehrt einmal die Sache, und die Hasen und die Hühner kühlen dann an euch die Rache.« zitiert nach Sieber, l. c. p. 162; zur Forderung nach Volksbewaffnung cf das Flugblatt »Forderungen des Volkes« von 1848: »… ›Aufhebung des stehenden Heeres und Einführung einer allgemeinen Volksbewaffnung mit vom Volke gewählten Führern‹, weil letzteres zur Verteidigung des Landes vollkommen ausreicht, ohne überflüssige Arbeitskräfte in Anspruch zu nehmen, ersteres aber nur ein Werkzeug des Despotismus und der Unterdrückung bildet.« Zitiert nach Obermann, l. c. p. 65 fGoogle Scholar
  49. 47.
    Klaus Herding, Der Städter auf dem Lande. Daumiers Kritik am bürgerlichen Verhältnis zur Natur, im Katalog der Ausstellung: Honoré Daumier und die ungelösten Probleme der bürgerlichen Gesellschaft, Berlin 1974, p. 113Google Scholar
  50. 48.
    cf neben der im Anhang (Bildnachweise) genannten Literatur das Handwörterbuch des Aberglaubens, l. c. Bd. 4, Spalte 1366–1374 über »Kinderschreck«, außerdem p. 168 ff dieser ArbeitGoogle Scholar
  51. 49.
    Zur Nikolaus-Überlieferung cf Kurt Meisen, Nikolauskult und Nikolausbrauch im Abendlande, Düsseldorf 1931 (= Forschungen zur Volkskunde 9/12) ferner das Handwörterbuch des Aberglaubens, l. c. Bd. 6, Sp. 1086–1108, Stichwort »Nikolaus«Google Scholar
  52. 50.
    Darauf machen auch Donald Brinkmann, l. c. p. 212 und Bogeng l. c. p. 81 aufmerksamGoogle Scholar
  53. 51.
    Das erkannte als wohl erster Forscher Eberhard Frh. von Künßberg: »Es ist zu vermuten, daß dieses Bild den ›Struwwelpeter-Hoffmann‹ angeregt hat zu seinem Struwwelpeter-Nikolaus, der die drei bösen Buben, die den Mohren nicht in Ruhe ließen, in die Tinte tunkt zur ›spiegelnden Strafe‹, ein sehr bezeichnendes Gegenstück zur Rettung der braven Schüler«. E. F. v. K., Rechtliche Volkskunde, Halle/Saale 1936, p. 23Google Scholar
  54. 52.
    Leuchtkugeln. Randzeichnungen zur Geschichte der Gegenwart, Bd. 1–3, München 1848, Bd. 2, p. 6Google Scholar
  55. 53.
    ibid, Bd. 1, p. 47Google Scholar
  56. 54.
    cf p. 92 dieser ArbeitGoogle Scholar
  57. 55.
    So überschreibt Günter Stöckl in seinem Werk: Russische Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, Stuttgart 1962, das Kapitel über die Regierung Nikolaus’ I (p. 476) Über Außen- und Innenpolitik von Nikolaus I cf weiterhin: Karl Stählin, Geschichte Rußlands von den Anfängen bis zur Gegenwart, Bd. 3, p. 295–572, Graz 1961 (Nachdruck der 1935 in Königsberg und Berlin erschienenen Ausgabe) und: Valentin Gitermann, Geschichte Rußlands, Bd. 3, Hamburg 1949, p. 11–76Google Scholar
  58. 56.
    cf hierzu z. B. Leuchtkugeln, l. c. Bd. 2, p. 30: »Nahe im Sonnenglanz Russische Allianz; Du kannst uns stützen, Du kannst uns schützen, Vor den wilden Demokraten, Vor der wilden tollen Jugend Die, o Gott auf Barrikaden Spottet jeder frühern Tugend« oder im Bd. 1 eben dieser Zeitschrift: »Worte eines Freien an Kaiser Nikolaus I Wer bist du Mann mit goldner Kron, Im Mantel blutigroth? Die Völker sind nur Heerden dir, Verkäuflich Eigenthum, Das Spielzeug deiner Herrschbegier, Der Tritt zum blut’gen Ruhm« l. c. p. 136, cf ferner die Bitte, die der »Kladderadatsch« (Nr. 8, 1848) an Nikolaus richtet: »Liebster Herr Kosacke, Bester Herr Russe, Einzigster Kaiser von Rußland, Wohlgeboren! Thun Sie uns nichts, wir thun Ihnen ja auch nichts.« zitiert nach: »Im tollen Jahr«. Erster Jahrgang des Kladderadatsch 1848, nach 50 Jahren neu herausgegeben mit Anmerkungen und Erläuterungen, Berlin 1898 In allen zitierten Beispielen wird die Übermacht Nikolaus’ angesprochen, vor der die Völker nur »Spielzeug« seien (cf oben); sie wird von oben Hoffmann im überdimensionalen Format seiner Niklasfigur ins Bildliche umgesetzt. In den Karikaturen erscheint Nikolaus, bzw. Rußland, häufig als Bär mit Kosakenmütze, so im ersten der oben angeführten Beispiele und auf dem Titelblatt von Henri Ritter, Der politische Struwwelpeter, Düsseldorf 1849Google Scholar
  59. 57.
    »Die ›Geschichte von den Schwarzen Buben‹ ist … ein direktes politisches Pasquill«, schreibt Franz Dingelstedt, l. c. p. 131Google Scholar
  60. 58.
    »Aber während England und Frankreich und lange Zeit sogar Österreich in ihrer Orientpolitik im Dunkeln tappten, wurden sie alle von einer anderen Macht überlistet«. Engels, Die türkische Frage, MEW 9, p. 22 f und weiter: »1839 ließ er (Nikolaus I, MLK) die anderen Mächte die Initiative zur Zerstörung der ägyptischen Flotte ergreifen und veranlaßte, daß der einzige Mann zur Ohnmacht verurteilt wurde, der imstande gewesen wäre, aus der Türkei eine tödliche Gefahr für Rußland zu machen und einen Paradeturban durch einen wirklichen Kopf zu ersetzen.« Marx, Engels, Russisch-türkische Schwierigkeiten, l. c. p. 198Google Scholar
  61. 59.
    cf Arnold Rabbow, Lexikon politischer Symbole A—Z, München 1970, Artikel »Grün« und »Schirm«, p. 107 f und 212 ferner: Sybille Schall, Unter dem Sonnen/Regendach. Die unvergleichliche Karriere des Schirmes in 4000 Jahren, München o. J., passimGoogle Scholar
  62. 60.
    Der Ausdruck »Pforte« für das türkische Reich, bereits seit Abraham a Santa Clara gebräuchlich, ist abzuleiten aus der Übersetzung des türkischen Bab I Ali (Bab = Tor), das als pars pro toto das »Oberste Büro der ottomanischen Regierung« bezeichnet. F. L. K. Weigand, Deutsches Wörterbuch, 5. Auflage Gießen 1919, Artikel »Pforte«, Spalte 415Google Scholar
  63. 61.
    cf Dingelstedt, l. c. p. 131Google Scholar
  64. 62.
    Preußen ist lediglich zur Stützung der Position Nikolaus’ I an der 1840 geschlossenen Quadrupelallianz zwischen England, Rußland, Österreich, Preußen und der Türkei beteiligt, mit der der türkisch-ägyptische Krieg beendet wird.Google Scholar
  65. 63.
    cf die Artikelserie von Marx über »Lord Palmerstone«, MEW 9, p. 355–418Google Scholar
  66. 64.
    nach A. G. Ploetz, Regenten und Regierungen der Welt, Teil II, Bd. 3, Würzburg 1962Google Scholar
  67. 65.
    Durch das Ende des 18. Jhs. aufkommende Kasperle-Theater, das den Hanswurst verdrängt, verschwindet der zuvor beliebte Name Kaspar, den einer der drei heiligen Könige trägt, fast vollständig und wird fast nur noch neckend gebraucht.Google Scholar
  68. 66.
    So trägt Ludwig eine Studentenmütze, Kaspar ist in bischöfliches Lila mit Spitzen gekleidet, auch der Hut läßt sich als geistliche Kopfbedeckung auffassen. Es scheint also von daher möglich, daß bei der Gestaltung der drei Buben wiederum auf die Schülerlegende bzw. das Schülerfest Bezug genommen wird, und sie als Vertreter der weltlichen und geistlichen Fakultät auftreten.Google Scholar
  69. 67.
    Es wurde von Grandville und Daumier entwickelt, 1848 auch von den deutschen Karikaturisten übernommen, cf in: Gottfried Sello (ed.), Grandville. Das gesamte Werk 1.2., München 1969, unter vielen anderen Karikaturen: »Die Schlagschatten«, Abb. 60, 62, »Der politische Karneval«, Abb. 70–75, »Das Begräbnis der Freiheit«, Abb. 78, »Die Prozession zum Altár des Friedens«, Abb. 99, »Der Karnevalsumzug« Abb. 116 etc.; cf ferner: Karl Riha, Karikatur und Physiognomik. Anmerkungen zum frühen Daumier, In: Ausstellungskatalog Daumier, l. c. p. 30Google Scholar
  70. 68.
    Wunderhorn, l. c. Bd. 3, p. 216Google Scholar
  71. 69.
    Brentano erklärt die »Bewandnis« der Brezel so: Die Brezel heißt Pretiolium, Ein Preislein für die Kinder, Die in der Schule nit sind stumm und dumm gleichwie die Rinder. Sie hat in sich auch die Figur Von den Buchstaben allen. Beiß hier, beiß dort auf rechter Spur, Gelt, das will dir gefallen Die Brezel ist ein liebes Buch, Du wirst’s bald ausstudieren …« ibid, p. 217 Wenn Hoffmann Buben samt Brezel in die Tinte tauchen läßt, so ist auch hier wieder die Umkehr konsequent durchgeführt: der leckere Schülerpreis verschwindet im Tintenfaß, das nicht zum Fest, vielmehr zum Schulalltag gehört.Google Scholar
  72. 70.
    Dingelstedt läßt sich z. B. dazu verführen, nun jede Geste und jede Szene, besonders aber die Namen auf eine versteckte politische Bedeutung hin abzufragen; so ist es für ihn klar, daß mit dem »Zappel-Philipp« Louis Philippe auf seinem wankenden Thron gemeint sei, im »Fliegenden Robert« verspotte Hoffmann den britischen Staatsmann Sir Robert Peel und der böse »Friederich« solle gar Friedrich Wilhelm von Preußen darstellen. cf Dingelstedt, l. c. p. 130f Wichtiger als diese m. E. müßigen, da mit dem Inhalt der Geschichten nicht verbundenen, Spekulationen scheint mir, daß die Aufmerksamkeit für den benutzten Code der politischen Karikatur geschärft wird und sich so auch der objektiv politische Charakter des Gesamten enthüllt. cf hierzu p. 173f dieser Arbeit.Google Scholar
  73. 71.
    Titel der schon mehrfach erwähnten Glosse Dingelstedts in den Fliegenden Blättern, l. c. p. 129Google Scholar
  74. 72.
    Dieser Aspekt ergibt sich jedoch m. E. hauptsächlich aus dem pädagogischen Kontext der übrigen Geschichten. In der mit der Erziehung zur Reinlichkeit sich befassenden Kinderliteratur spielen Haare und Fingernägel nur eine untergeordnete Rolle, immerhin seien hier einige Stellen zitiert: »Da eure Hände von jedem in der Gesellschaft gesehen werden können, so beschneidet die Nägel fleißig. Adlerklauen in die Gesellschaft mitzubringen, ist das Zeichen einer wüsten Nachlässigkeit. Naget auch nicht mit den Zähnen daran, und beschneidet sie nicht im Beiseyn anderer …« Grundsätze einer wohlgesitteten Lebensart für die Jugend, Augsburg 1793, p. 57 — daneben die ebenfalls in der Tradition der grobianischen Schriften stehenden Texte, aus denen p. 27f dieser Arbeit zitiert wurde; besonders interessant scheint folgende Übersetzung eines Textes von Ovid aus dem »Kinderfreund«: »Laß deine Haare nicht wie Lichtspieße um dein Gesicht hängen, sondern kämme sie fleißig aus, und geh um den Kopf glatt und wie es die Gewohnheit und dein Stand mit sich bringen. Wasche dir fleißig die Hände, und hüte dich, daß du nicht mit langen Nägeln erscheinst. Spüle dir sorgfältig den Mund aus, und ziehe oft reine Wäsche an, damit ja kein übler Geruch diejenigen beleidige, denen du dich näherst«. 8. Teil l. c. 1777 p. 101. Wenn man erwägt, daß Hoffmann diesen Text aus dem Lateinunterricht gekannt haben kann, so wäre damit ein mögliches persönliches Motiv gegeben, das ihn dazu veranlaßt haben mag, eine Figur wie den »Struwwelpeter« — der Name ist in Frankfurt ja seit langem bekannt — zu zeichnen; wichtig für die allgemeine Rezeption scheint jedoch eher der unten skizzierte Zusammenhang populärer Tradition und politischer Symbolik zu sein.Google Scholar
  75. 73.
    Dingelstedt, l. c. p. 130Google Scholar
  76. 74.
    Zur populären Haarsymbolik cf Handwörterbuch des Aberglaubens, l. c. Bd. 4, Spalte 1254–1266, Stichwort »Haarabschneiden«Google Scholar
  77. 75.
    ibid, Sp. 1262, außerdem: Moritz Heyne, Körperpflege und Kleidung bei den Deutschen von den ältesten geschichtlichen Zeiten bis zum 16. Jahrhundert, Leipzig 1903, p. 68Google Scholar
  78. 78.
    cf z. B. Nestroys »Freiheit in Krähwinkel«: »Der Gescheite ist verstummt; Kurz s’war alles verdummt; Diese Zeit war bequem Für das Zopfensystem … Und völlig über Nacht Ist ganz Deutschland erwacht; Das war sehr unangenehm Für das Zopfensystem Und kostet’s den Hals Rechenschaft soll für all’s Gefordert jetzt wer’n Von die großmächtigen Herrn; Da waren’s sehr in der Klemm’ Mit’n Zopfensystem.« zitiert nach: Erläuterungen zur deutschen Literatur. Zur Literatur des Vormärz 1830–1848, Berlin 1967, p. 422Google Scholar
  79. 77.
    cf Moritz Heyne, l. c. p. 68–74Google Scholar
  80. 78.
    Insofern bezieht der Begriff der Kraft sicher auch die soziale Integrität mit ein. Wenn einerseits gewaltsames Geschorenwerden und andererseits ungehindertes Wachstum den Ausschluß aus der sozialen Gemeinschaft zur Folge haben, dann bezeichnen die Regeln für den ›richtigen‹ Zeitpunkt den konventionellen Kompromiß, zu dem das Leben in einer differenzierten Gesellschaft zwingt. Inwieweit auch diese Regeln klassenspezifische Gültigkeit haben, bliebe zu untersuchen.Google Scholar
  81. 79.
    Das gilt vor allem für Sexualität (: Hexenverfolgungen) — so bemerkt Heine: »wo Gott als Repräsentant des Geistes und der Teufel als der Repräsentant des Fleisches gilt, bezeichnete man jene Rehabilitation des Fleisches als einen Abfall von Gott, als ein Bündnis mit dem Teufel.« Heinrich Heine, Die Romantische Schule, in: Heines Werke l. c. Bd. 4, p. 230Google Scholar
  82. 80.
    Zur Bärenhäuter-Sage cf Bolte/Polivka Bd. 1, p. 427–435 und: Josef Gaismaier, Die Bärenhäuter-Sage, Programmschrift Ried 1904; die Beziehung zum »Struwwelpeter« stellt der Aufsatz von Richard M. Meyer her: R. M. M., Struwwelpeter, In: Archiv für Kulturgeschichte 3, Berlin 1905, p. 1–14 Für Meyer ist Hoffmanns Figur Ergebnis der sich kulturhistorisch verändernden Bewertung der Reinlichkeit. So werde mit der wachsenden Wertschätzung der menschlichen Arbeit »in selbstverständlicher pejorativer Entwicklung« der Heilige, der das Gelübde abgelegt hat, Haare und Nägel nicht zu schneiden, »zum Bärenhäuter umgebildet«. p. 14Google Scholar
  83. 81.
    Dieser Aspekt ist bezeichnend für die sogenannte »Schwartze Rotte«, eine Räuberbande, von der Gerber berichtet. Ihr dient das Gelübde, Haare und Nägel nicht zu schneiden, um sich sichtbar gegen die gesamte herrschende Moral abzusetzen: »Eben also verhält sichs auch mit der Erzehlung von der schwartzen Rotte / die Anno 1572 im Voigtlande aus gottlosen frechen Gesindel sich soll zusammen geschlagen / und verbunden haben: 1) Sie wollten GOTT weder anruffen / beten / noch dancken / 2) sie wollten alle Tage fluchen und GOTT lästern / 3) sie wollten in Geberden / Worten und Wercken so unzüchtig sich bezeigen / als sie nur könnten / 4) keine Haare noch Nägel abschneiden / 5) weder Hände noch Angesicht waschen und reinigen / 6) vor Weibern und Jungfrauen die schändlichsten Dinge reden und thun / 7) keinen Menschen / der ausser ihrer Gesellschaft wäre / gutes wünschen / 8) wohin sie kämen / nichts als Zanck und Böses anrichten.« Gerber, l. c. Teil 3, p. 1440fGoogle Scholar
  84. 82.
    So bei Grimmelshausen, In: Simplicianische Schriften, München 1958, p. 584; außerdem äußert der Landsknecht auf das Verlangen des Teufels: »alles, was du mir zu unterlassen geboten hast, habe ich von Natur mein Tage niemals gern getan, ich wasch mich nicht gern, ich bete nicht gern« (ibid); diese Rede wird fast wörtlich von Arnim übernommen: »Alles, was du mir zu unterlassen befiehlst, habe ich mein Lebtage nicht gern getan, weder Kämmen, Waschen noch Beten« Achim von Arnim, Erzählungen, Berlin 1968, p. 63Google Scholar
  85. 83.
    Das wird von Gaismaier betont: »Ein reines Gemüt, wie es der Bärenhäuter ist, der zwar sozusagen äußerlich vom Bösen ergriffen wurde, aber innerlich rein blieb, wird durch lautere und treue Liebe geläutert und gereinigt.« l. c. p. 25Google Scholar
  86. 84.
    So führt Arnim seine Bärenhäuter-Geschichte mit dem Hinweis auf eine Redensart ein: »… auch müßt ihr Haar und Bart sorgsam beschneiden lassen, die Leute meinen sonst, Ihr wärt der Bärenhäuter.« Arnim, l. c. p. 62Google Scholar
  87. 85.
    Heinrich Heine, Die romantische Schule, l. c. p. 254Google Scholar
  88. 86.
    Arnim, Von Volksliedern. An Herrn Kapellmeister Reichardt, In: Wunderhorn, Bd. 3, l. c. p. 313Google Scholar
  89. 87.
    Oder es kommt wie bei Hoffmann zum philiströsen Spott auf die Romantik, für ihn kann gelten, was Marx über Arnold Ruge bemerkt: »… daß er als Antiromantiker das Recht zu haben glaubte, die ordinäre Philisterhaftigkeit, und vor allem seine eigne Philisterfigur, als vollendetes Ideal hinzustellen.« Karl Marx, Friedrich Engels, Die großen Männer des Exils, MEW 8, p. 279Google Scholar
  90. 88.
    Arnim, 1. c. p. 314fGoogle Scholar
  91. 89.
    »Sie denken nicht, daß die besten Steinschneider Sklaven, die besten altdeutschen Maler zünftig waren.« ibid, p. 306Google Scholar
  92. 90.
    Arnim, Erzählungen, l. c. p. 83Google Scholar
  93. 91.
  94. 92.
    Franz Mehring, zitiert nach: Günter Steiger, Aufbruch. Urburschenschaft und Wartburgfest, Leipzig, Jena, Berlin 1967, p. 14Google Scholar
  95. 93.
    So lautet der Titel einer Artikelserie von Engels für den Northern Star, In: MEW 2, p. 564–584Google Scholar
  96. 94.
    Karl Marx, Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte, MEW 8, p. 116Google Scholar
  97. 95.
    Eine differenzierte Beurteilung der politischen Bewegung vor 1884 gibt Hans Mayer, In: H. M., Georg Büchner und seine Zeit, Frankfurt/M 1972, p. 109–143Google Scholar
  98. 96.
    cf Steiger, l. c. p. 54 f und Anm. 102Google Scholar
  99. 97.
    Faustinus Lux, Emanuel Schall. Ein historischer Roman, Leipzig, Hannover, Berlin 1849, p. 31Google Scholar
  100. 98.
    Hoffmann, Lebenserinnerungen, l. c. p. 61Google Scholar
  101. 99.
  102. 100.
  103. 101.
  104. 102.
    cf Arnim, Von Volksliedern, l. c. p. 313, über den »Wehrstand« und folgende Anweisung von Arndt: »Ich mache hier einen Vorschlag einer solchen allgemeinen Volkstracht für Männer, wie ich glaube, daß sie für unser Land, unser Gemüth, und die Gestalt des menschlichen Leibes überhaupt schicklich wäre. Der deutsche Mann trägt gewöhnlich Stiefeln, die höchstens bis an die Kniebeuge hinaufgehen, bei den feierlichsten Gelegenheiten nur trägt er Schuhe. Seine Beinkleider halten die Mitte zwischen zu eng und zu weit. Um den Leib und halb über die Arme bis an den Ellenbogen trägt er in der kälteren Jahreszeit einen kurzen, den ganzen Leib umschließenden und bis auf die Hüften hinabgehenden Wams. Damit er sich auf das leichteste und bequemste bewegen könne, mag er sich bei Arbeiten und Leibesübungen bis auf diesen entkleiden. Sein gewöhnliches Kleid ist der alte deutsche Leibrock, welcher, nirgends ausgeschnitten, schlicht herabfällt, so daß er die Hälfte der Schenkel über dem Knie bedeckt. Wann er bewaffnet einhergeht, ist um denselben das Wehrgehäng, sonst ein leichter Gürtel geschnallt. Bei feierlichen Gelegenheiten trägt er immer ein Schwerdt, und hängt über diesen Leibrock einen leichten Mantel, der etwas über die Knie hinabreicht. Den Hals befreit er von dem knechtischen Tuche und lässet den Hemdkragen über den kurzen Rockkragen auf die Schultern fallen. Bei Feierlichkeiten und Festen wird ein Federhut mit den Volksfarben getragen; sonst mag er seinen Kopf bedecken und schmücken, wie es ihm gefällt. In solcher bestimmten Tracht, welche alle Männer tragen müßten, die ihre eigne Herren sind, würden die teutschen Männer wieder stattlich, ernst, und würdig erscheinen.« Ernst Moritz Arndt, Von deutscher Kleidertracht, In: E. M. A., Uber Sitte, Mode und Kleidertracht, ein Wort an die Zeit, Frankfurt 1814, p. 51 fGoogle Scholar
  105. 103.
    zitiert nach Steinitz, l. c. p. 233 Die erste Strophe des Studentenliedes, in das die Absalonverse eingefügt wurden, lautet: »In dem Kerker saßen Zu Frankfurt an dem Main Schon seit vielen Jahren Sechs Studenten drein, Die für Freiheit fochten Und für Bürgerglück Und für die Menschenrechte Der freien Republik« l. c. p. 229Google Scholar
  106. 104.
    cf Steiger, 1. c. p. 186–213 Steiger erwähnt, daß »der Polizei und Bürokratie die ›Altdeutsche Tracht‹ vor allem deshalb ein Anstoß war, weil in ihr eine deutsche Abart der Sansculotten-Tracht der Französischen Revolution gesehen wurde, Ausdruck eines alle feudalen Konventionen angreifenden Rebellentums«. (p. 55)Google Scholar
  107. 105.
    zitiert nach: Friedrich Sengle, l. c. p. 365 Sengle betont, daß »trotz dieses sehr bewußten literarischen Arbeitens mit dem Mythos — man könnte von einem M-Effekt sprechen — der Mythos in überzeugender Gestalt erscheinen kann … Man muß wohl davon ausgehen, daß die von der Romantik ins Werk gesetzte Erneuerung des Mythos bei der jüngeren, naiveren Generation auf eine manchmal noch lebendige mystische Substanz stieß.« l. c. p. 348Google Scholar
  108. 106.
    Heine, Die Romantische Schule, l. c. p. 230Google Scholar
  109. 107.
  110. 108.
    cf z. B. sein Gedicht auf Dingelstedt, den »Ex-Nachtwächter«: »War der Maßmann nur geblieben Dieser hätte wohl am End Jeden Trübsinn dir vertrieben Durch sein Burzelbaumtalent.« Heines Werke, l. c. Bd. 1, p. 197 Kritisch zu Heines Position äußert sich Hans Mayer, l. c. p. 110Google Scholar
  111. 109.
    »Denn der Anblick der dreifarbigen Fahne verscheucht die Gespenster jeder Art. — Oh! Ich möchte mich auf den Straßburger. Münster stellen, mit einer dreifarbigen Fahne in der Hand, die bis nach Frankfurt reichte. Ich glaube, wenn ich die geweihte Fahne über mein teures Vaterland hinüberschwenkte und die rechten exorzierenden Worte dabei ausspräche: die alten Hexen würden auf ihren Besenstielen davonfliegen, die kalten Bärenhäuter würden in ihre Gräber hinabkriechen … und der ganze Spuk wäre zu Ende.« Heine, Die Romantische Schule, l. c. p. 293Google Scholar
  112. 110.
    Heine, Vorrede zum »Atta Troll«, l. c. Bd. 2, p. 9Google Scholar
  113. 111.
    ibid, p. 18Google Scholar
  114. 112.
    ibid, p. 31Google Scholar
  115. 113.
    ibid, p. 23Google Scholar
  116. 114.
    ibid, p. 80Google Scholar
  117. 115.
    cf dazu auch die Einführung zu den Anmerkungen der zitierten AusgabeGoogle Scholar
  118. 116.
    cf Abschnitt V. 5 dieser ArbeitGoogle Scholar
  119. 117.
    Aus dieser Tatsache entwickelt Heinrich Heym seine Interpretation: »Dieser Struwwelpeter aber ist kein Schmutzfink, sondern ein gut angezogener, sauber gewaschener Junge der Biedermeierzeit, der lediglich durch lange Fingernägel und ungeschnittene Haare protestierte … Der gut angezogene Junge im Bilderbuch, das war der Bürgersohn Heinrich Hoffmann, der Mathematik lernte, wie er einen hübschen Anzug zu tragen wußte, ein Korsett für einen ganz anderen Heinrich …« Heinrich Heym, Ein Mann, ein Buch, ein Irrenhaus. Der kleine Gammler von 1844 / Dr. Heinrich Hoffmann stille Liebe zum Irrationalen, In: FAZ 29. 4. 1967, Nr. 109, p. 69 Heym mag recht haben, daß Hoffmann im »Struwwelpeter« (wie auch im »Hanns-Guck-in-die-Luft«) auch die eigenen romantisierenden Tendenzen der Schüler-und Studentenzeit mitgestaltet hat; aber Heym vergißt über dem Individuell-Biographischen, das für die allgemeine Rezeption kaum wirksam sein dürfte, die populäre und die aktuell politische Codierung der Figur.Google Scholar
  120. 118.
    Paul Gavarni, Révers des Médailles, EinzelblattGoogle Scholar
  121. 119.
    Der Hinweis auf diese Karikatur stammt von Bettina Hürlimann (l. c. p. 106 f); sie gehört jedoch nicht, wie Hürlimann angibt, zu der Serie »Les enfants terribles« — der Irrtum entstand vermutlich, weil Gavarni auch dieses Kind als »Enfant terrible« bezeichnet. In der von Hürlimann genannten Serie handelt es sich jedoch ausschließlich um Kinder, die ihre Eltern durch bestimmte Aussprüche kompromittieren. cf Paul Gavarni, Les enfants terribles, Paris 1842Google Scholar
  122. 120.
    Daß auch Hoffmann — mag er nun Gavarnis Karikatur gekannt haben oder nicht — wohl auf den Bärenhäuter anspielt, dafür spricht folgende Passage aus seinem »Heulerspiegel«: »Das wird ärger wie in Schlesien; das ist greulicher gehaust, als Attila die Hunnengeißel. Das souveräne Volk par excellence aber wird gar keinen Vortheil davon haben … Alle Schulen werden eingehen … Wir werden wieder in Eichenwäldern hausende Bärenhäuter … Es wird ganz entsetzlich sein. Und das Alles wird geschehen im Namen der Freiheit.« l. c. p. 22 In den »Lebenserinnerungen« spricht er vom »Struwwelpeter« als von einem »ungeleckte(n) Bär«. l. c. p. 162Google Scholar
  123. 121.
    Darauf macht Heidegert Schmid-Noerr in ihrem Aufsatz: Die illustrierte Presse, In: Kunst der bürgerlichen Revolution von 1830–1848/49 (Ausstellungskatalog), Berlin 1972, p. 156 Anm. 9 aufmerksamGoogle Scholar
  124. 122.
    cf Helmut Hartwig, Karl Riha, Politische Ästhetik und Öffentlichkeit. 1848 im Spaltungsprozeß des historischen Bewußtseins, Steinbach 1974, p. 71–87 (zur Portraitierung Robert Blums)Google Scholar
  125. 123.
    Jacques Callot, Das gesamte Werk. Bd. 2 Druckgraphik, München 1972, p. 1102fGoogle Scholar
  126. 124.
    Peter Struwwel, l. c. p. IIIfGoogle Scholar
  127. 124a.
    cf p. 11 dieser ArbeitGoogle Scholar
  128. 125.
    Peter Struwwel, l. c. p. 17 fGoogle Scholar
  129. 126.
    Henri Ritter, l. c. 1. BlattGoogle Scholar
  130. 127.
    cf hierzu die Kritik von Engels in »Revolution und Konterrevolution in Deutschland«, MEW 8, p. 101: »Was die Kämpfe selbst betrifft, so sind militärische Operationen noch niemals nachlässiger und dümmer durchgeführt worden als unter dem badischen Oberbefehlshaber Sigel, einem früheren Leutnant der regulären Armee. Alles wurde durcheinandergebracht, jeder kostbare Augenblick mit dem Ausspinnen gewaltiger aber undurchführbarer Pläne vertrödelt…« Eine relativ ausführliche Schilderung des Badener Aufstands gibt Hans Blum, Die deutsche Revolution 1848–49, Florenz und Leipzig 1897, p. 226–246Google Scholar
  131. 128.
    Heine redet im »Wintermärchen« ironisch Barbarossa an: »Das Mittelalter immerhin, Das wahre, wie es gewesen, Ich will es ertragen — erlöse uns nur Von jenem Zwitterwesen Von jenem Kamaschenrittertum, Das ekelhaft ein Gemisch ist, Von gotischem Wahn und modernem Lug, Das weder Fleisch noch Fisch ist Jag fort das Komödiantenpack Und schließe die Schauspielhäuser, wo man die Vorzeit parodiert—komme du bald, o Kaiser!« (Hervorhebung MLK) l. c. Bd. 2, p. 136Google Scholar
  132. 129.
    ibid, Bd. 1, p. 196Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1975

Authors and Affiliations

  • Marie-Luise Könneker

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