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Hermann Bahr [»Symbolismus, Junges Österreich, Loris«]

Aus: »Studien zur Kritik der Moderne«. Frankfurt: Kutten und Loening 1894
  • Erich Ruprecht
  • Dieter Bänsch

Zusammenfassung

Die Kunst will jetzt aus dem Naturalismus fort und sucht Neues. Niemand weiss noch, was es werden möchte; der Drang ist ungestalt und wirr; er tastet [S. 27:] ohne Rath nach vielen Dingen und findet sich nirgends. Nur fort, um jeden Preis fort aus der deutlichen Wirklichkeit, ins Dunkle, Fremde und Versteckte — das ist heute die eingestandene Losung für zahlreiche Künstler.

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Notizen

  1. 1.
    Gemeint sind Goethes „Novelle“ (1828) und das „Märchen“ aus den „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“ (1795).Google Scholar
  2. 3.
    Eduard Michael Kafka (1868–1893), österreichischer Schriftsteller („Hieroglyphen“, 1889), begründete 1890 zusammen mit Hermann Bahr in Brunn die „Moderne Dichtung“ als „Monatsschrift für Literatur und Kritik“. Während ihr erster Jahrgang zur Hauptsache noch am Berliner und Münchener Naturalismus orientiert war, verlagerte sich das Schwergewicht im zweiten und letzten, der unter dem Titel „Moderne Rundschau“ als Halbmonatsschrift in Wien herauskam, schon auf den Symbolismus des „Jungen Österreich“. Vgl. auch Fritz Schlawe, „Literarische Zeitschriften 1885–1910“ (Sammlung Metzler), 1961, S. 28.Google Scholar
  3. 5.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916), Österreichische Dichterin; ihre Romane und Erzählungen (u. a. „Das Gemeindekind“, 1887) zeichnen sich durch einen eigentümlichen sozialen Mitleids-Realismus aus.Google Scholar
  4. Ferdinand von Saar (1833–1906), österreichischer Dichter, vor allem Elegiker des Verfalls von Alt- Österreich.Google Scholar
  5. 6.
    Karl Frenzel (1827–1914), Berliner Theater- und Literaturkritiker; zu seinen Auseinandersetzungen mit den Naturalisten vgl. LMN S. 128.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1970

Authors and Affiliations

  • Erich Ruprecht
  • Dieter Bänsch

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