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Stockholmer Arzneibuchstudien

  • Gustav Korlén

Zusammenfassung

Als der Altmeister der niederdeutschen Philologie in Deutschland Conrad Borchling — den man nicht zu Unrecht als den Jacob Grimm des Niederdeutschen bezeichnet hat1 — um die Jahrhundertwende in einer Reihe von grundlegenden „Reiseberichten“ seine Bestandsaufnahme der niederdeutschen Handschriften in Deutschland, den Niederlanden und Skandinavien vorlegte, gab er der schwedischen Germanistik Impulse, die, vor allem auf Erik Rooth2 wirkend, zu einer niederdeutschen Schule in Schweden führten und die bis heute fruchtbar geblieben sind. Borchling wies damals u. a. auf die mittelalterlichen Arzneibücher als eine fruchtbare Forschungsaufgabe hin. Auf seine Anregung veröffentlichte Sven Norrbom eine für die weitere philologische Forschung wichtige Untersuchung über das ‘Gothaer mittelniederdeutsche Arzneibuch’ (Diss. Uppsala 1921). Anfang der dreißiger Jahre plante Hans Reutercrona3 die Herausgabe der beiden in der Königl. Bibliothek zu Stockholm aufbewahrten Arzneibücher X 113 und X 1144. Andere Arbeitsvorhaben — vor allem seine großen deutsch-schwedischen und schwedischen Wörterbücher — und sein allzu früher Tod im Jahre 1945 vereitelten diese Pläne. Sein Nachlaß wurde von Frau Grete Reutercrona dem deutschen Seminar der Universität Stockholm zur Verfügung gestellt, wo nun seit einigen Jahren eine Gruppe von älteren und jüngeren Germanisten sich diesem Forschungsbereich zuwendet.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1968

Authors and Affiliations

  • Gustav Korlén
    • 1
  1. 1.Tyska InstitutionenStockholms UniversitetStockholm VaDeutschland

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