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Alte deutsche Weidsprüche

  • Kurt Lindner

Zusammenfassung

Eng verknüpft mit der Geschichte des deutschen Jagdwesens, vornehmlich seines traditionsgebundenen Berufsjägerstandes, sind die Weidsprüche. Im Gegensatz zu den Jagdrufen handelt es sich bei ihnen um Sinnsprüche, die durch Art und Inhalt frühzeitig die Aufmerksamkeit der Literaturwissenschaftler auf sich zogen. Friedrich David GRäTER1 druckte 1794 eine kleine Sammlung im Bragur ab, die er einem wenig originellen deutschen Jagdbuch aus dem Jahre 1661 entnommen hatte. Jacob Grimm2 bemühte sich um ihre systematische Erfassung, veröffentlichte erstmalig eine zuvor nicht bekannte Gothaer Handschrift3 vom Jahre 1589 und rundete deren Inhalt durch das in gedruckten deutschen Jagdbüchern aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts überlieferte Material ab. Reinhold Köhler4 widmete ihnen einen umfangreichen Aufsatz und ergänzte Grimm durch Bekanntgabe einer anfänglich in seinem Besitz befindlichen, heute der Thüringischen Landesbibliothek in Weimar gehörigen Handschrift5 des 17. Jahrhunderts. J. M. Wagner6 zog in seine sachkundigen Betrachtungen die Weidsprüche ein, die der Nürnberger Verleger Georg Leopold Fuhrmann in dem 1610 in erster Auflage bei ihm erschienenen Büchlein ‘Jägerkunst vnd Waidgeschrey’ gebracht hatte. Dürnwirth7 wies in einem allzu wenig beachteten Aufsatz auf die Weidsprüche im noch unveröffentlichten ‘Puech von Allerlai Jägerei vnd Waidmanschafften’ des Martin Strasser von Kolnitz aus dem Jahre 1624 hin. Die meisten dieser Spruchsammlungen wurden mehrfach abgedruckt8, zum Teil auch nach jagdlichen Gesichtspunkten erläutert.9

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1968

Authors and Affiliations

  • Kurt Lindner
    • 1
  1. 1.86 BambergGermany

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