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Das Pflanz- und Pfropfbüchlein des Johann Balhorn

  • Hans Wiswe

Zusammenfassung

Bereits im Mittelalter bestand in Norddeutschland Interesse am Obstbau. So preist der Domherr Heinrich Tribbe um das Jahr 1460 den Obstreichtum der Mindener Gegend1. Da ist es bemerkenswert, daß eine aus dem Benediktinerkloster SS Mauritii et Simeonis zu Minden stammende, dem 14. und 15. Jahrhundert angehörende Sammelhandschrift2 unter anderen zwei Abhandlungen ‘De plantatione arborum’ enthält: zunächst die lateinische Fassung von Gottfrieds von Franken ‘Pelzbuch’3 und dann eine dem Albertus Magnus zugeschriebene Abhandlung4. Jene spricht für die frühe Verbreitung von Gottfrieds Buch auch in Norddeutschland, diese ist dadurch beachtenswert, daß sie vorwiegend norddeutsche Verhältnisse berücksichtigt und die hier in bestimmten Gegenden besonders kultivierten Apfel- und Birnensorten nennt; es handelt sich nicht etwa um einen Auszug aus Albrechts des Grossen Werke ‘De vegetabilibus libri septem’5. Der Hinweis des unbekannten Verfassers, er habe seine Schrift rogatu fratrum verfaßt, läßt in ihm einen Klostergeistlichen vermuten, der seine Kenntnisse zum Nutzen seiner Ordensbrüder niederschrieb.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1968

Authors and Affiliations

  • Hans Wiswe
    • 1
  1. 1.Klint 6Germany

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