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Sorge. Fünfte Elegie

  • Else Buddeberg

Zusammenfassung

Wir lesen dieses Be-sorgen von Alltäglichkeit ab an der fünften Elegie. Das Umgetriebenwerden der fahrenden Leute gibt ein Bild für das menschliche Dasein überhaupt. Angesichts der Fahrenden stellt das Gedicht die Frage nach dem Sinn von Sein des menschlichen Daseins. Und so fragt, betont, gleich der erste Vers: »Wer aber sind sie, sag mir, die Fahrenden, diese ein wenig/Flüchtigern noch als wir selbst«. Die Fragenden dieser Elegie — »Wir selbst« — sind schon allein mit unserer Frage abgehoben zu einem »Selbst-sein«; »ein wenig« nur abgehoben von den um eben dieses Wenige »Flüchtigern«. Sie heißen darum die Flüchtigern, weil im Umgetriebensein in der Alltäglichkeit ihr Selbst sich völlig verflüchtigt hat. Denn nicht einem eigentlichen Selbst »zu Liebe« besorgen sie ihre alltägliche Welt: »ein wem — wem zu Liebe niemals zufriedener Wille« »wringt sie, biegt sie, schlingt sie und schwingt sie« von früh an des Tages, von früh an ihres Lebens. In der Essenz ihres Seins als Artisten, in ihrem Tun, das ihr Selbst ausfüllt, sind sie bestimmt von einem anonymen Willen. Sie identifizieren sich mit diesem so weitgehend, daß ihr eigenes Selbst zum Man-selbst dieser Anonymität geworden ist. Es geschieht in solcher Ausschließlichkeit, daß diese Sorge die ganze Weise-zu-sein ihres Daseins geworden ist.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1956

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  • Else Buddeberg

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