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Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

  • Else Buddeberg
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Schon die ersten Seiten der ‘Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge’ machen es offenbar: hier schreibt jemand, der schonungslos ausgesetzt ist in das, was von außen andringt. Die Schale, die den gewöhnlichen Sterblichen gegen das Andrängen der Umwelt einigermaßen abschirmt, die es wenigstens bis zu einem gewissen Grade seinem Willen anheimgibt, Eindrücke aufzunehmen oder abzulehnen, sie ist bei ihm zu einer zartesten Membran geworden : sie fängt auf, was nur irgend anklingt. Alles wird unvermittelt weitergeleitet und dringt sofort ein in das tiefste Innere.

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Anmerkungen

  1. 1.
    In der Romanliteratur der jüngsten Zeit ist diese Auffassung allmählich schon wieder zu einem abgegriffenen Kunstmittel geworden, das oft ohne jede innere Notwendigkeit und Durchdringung der Problematik einfach übernommen wird.Google Scholar
  2. 2.
    Gegen die Auffassung Kohlschmidts (‘Rilke’, S. 23) von ‘Malte’ und Kindheit.Google Scholar
  3. 3.
    Br. 21/26, S.280.Google Scholar
  4. 4.
    vgl. die dritte Elegie.Google Scholar
  5. 5.
    Br. 14/21, S.350 ff.Google Scholar
  6. 6.
    vgl. die Interpretation von ‘Laß dir, daß Kindheit war…’ auf S. 20–30 und die weiterhin zu gebende zur siebenten und achten Elegie im Kapitel ‘Die Duineser Elegien’.Google Scholar
  7. 7.
    vgl. dazu Lou, S.89 f.Google Scholar
  8. 8.
    Mit S.31 ist die Expositon zu Ende. Es ist das eine Methode, die Rilke auch noch in den ‘Elegien’ anwendet. Mit dem Abschluß der zweiten Elegie sind alle Themen angeschlagen. Jede weitere Elegie nimmt eines oder mehrere eng zu einander gehörende Themen wieder auf. Im Hindurchgehen durch sie geht der Mensch der Elegien seinen schweren Weg. Er tut es nicht wie der Malte, als ein Scheiternder, sondern als einer, der endlich findet, wozu Malte sich auf den Weg gemacht hatte.Google Scholar
  9. 9.
    Ged. S. 419. Was Rilke immer nur suchte, war nicht ein Wissen in »Kunstgeschichte und andere(r) Geschichte, nicht das Wesen philosophischer Systeme… nur ein paar große und einfache Gewißheiten, die für alle da sind, möchte ich mir holen und verdienen dürfen…« (Lou, S. 162).Google Scholar
  10. 10.
    Maurice Betz ‘Rilke in Paris’, Zürich 1948, S. 141 f.Google Scholar
  11. 11.
    vgl. S. 18 f.Google Scholar
  12. 12.
    ‘Narziß’ (Paris, April 1913); Ged. S. 54, 107; »Über die Quelle geneigt…« (Jan. 1922, Muzot), Ged. S. 275; Paul Valéry ‘Fragmente zum Narziß’, übersetzt von R. M. Rilke, GW VI, S. 363 ff.Google Scholar
  13. 12.
    vgl. Else Buddeberg ‘Spiegel-Symbolik und Person-Problem bei R. M. Rilke’ in DVJS 1950, S. 360.Google Scholar
  14. 14.
    vgl. dazu ‘Erlebnis I und II’ und die hier (S. 238 ff.) dazu gegebene Interpretation.Google Scholar
  15. 15.
    »Eigentlich war er längst frei…«, Lou, S. 289; vgl. die Interpretation hier S. 248 f. Rilke denkt darüber nach, was für uns Heutige der Heilige bedeuten könnte: er meint, »daß der Heilige nicht mehr im selben Maße für uns beispielhaft und aufklärend sei, wie er es in gewissen Zeiten im höchsten Grade war; daß es uns vielmehr interessiere, zu verfolgen, was dieser Aufwand an Gott wirke, wenn er, statt dorthin sich zusammenzunehmen, unmerklich in hiesigen Beziehungen verteilt, eine unauffälligere, aber nicht weniger große Arbeit tut.« (Br. 07/14, S. 273)Google Scholar
  16. 16.
    Verl. S. 217, 218, 219, 249 mit einer Korrektur seiner Vorwürfe wegen Goethes Haltung gegenüber Bettine. Eine schöne Formulierung von Rilkes reiferer Einsicht zu Goethe: »Seit zwei Jahren les ich viel Goethe, zu dem mir lange kein rechter Antrieb entstand, nun wird er mir bedeutend, ja menschlich rührend, worauf ich am wenigsten vorbereitet war, und immer wieder bewunder ichs, wie er sich auf seinen Unterlagen so recht herrlich und beherrscht weiterbaute und sich oben nur einschränkte, weils der Geist seiner Pyramide war, den er in ihrem Sinn vollendete.« ‘Benvenuta’ S. 43.Google Scholar
  17. 17.
    Br. 21/26, S. 318.Google Scholar
  18. 18.
    Br. 07/14, S. 219 f.Google Scholar
  19. 19.
    Malte S. 195 f.Google Scholar
  20. 20.
    Br. 06/07, S. 94. (Nov. 1906).Google Scholar
  21. 21.
    Br. 07/14, S. 74 (Aug. 1909).Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1954

Authors and Affiliations

  • Else Buddeberg

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