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Die Forschungssituation im Hinblick auf Gesamtdeutungen und Einzelprobleme

  • Gottfried Weber
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Die Forschungssituation zum Nl. ist nicht nur dadurch gekennzeichnet, daß einerseits die Zahl der Arbeiten, die sich mit dem Nl. beschäftigen, schlechthin unübersehbar ist und daß andererseits eine eingehende Gesamtinterpretation auf der Höhe des Forschungsstandes unserer Zeit noch immer nicht vorliegt, sondern auch dadurch, daß in den einzelnen Untersuchungen die Interessen- und Blickrichtung, der methodische Ansatz und die Zielsetzung sehr vielfältig und verschieden sind.

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Behandlungen des Nl. in Literaturgeschichten

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Versuche von Gesamtdeutungen, Einzelinterpretationen, Probleme des „Gehaltes“

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Zu einzelnen Gestalten

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  5. Schröder, Werner: Die Tragödie Kriemhilts im Nibelungenlied, ZfdA 90, 1960/61, S. 41–80 und S. 123–160.Google Scholar
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Das NI. als Kunitwerk (zu Fragen des Aufbaues, der Struktur, der Gestalt, des Gattungsproblems u, ä.)

  1. Tonnelat, Ernest: La chanson des Nibelungen. Étude sur la composition et la formation du poème épique, 1926.Google Scholar
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  7. Maurer, Friedrich : Die Einheit des Nibelungenlieds nach Idee und Form, DU (Stuttgart) 5, 1953, H. 2, S. 27–42.Google Scholar
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  10. Fourquet, J.: Zum Aufbau des Nibelungenlieds und des Kudrunlieds, ZfdA 85, 1954/55, S. 137–149Google Scholar
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  14. Batts, Michael S.: Über die Form der Aventiuren im Nibelungenlied, Diss. Freiburg i. Br. 1957 [Masch: Schr.].Google Scholar
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  17. Wehrli, Max: Strukturprobleme des mittelalterlichen Romans, WW 10, 1960, S. 334–345 [über den höfischen Roman (als Gegenbild zum NI.); über dieses S. 335].Google Scholar
  18. Literatur zur Sprache und zum Stil des Nl. ist verzeichnet bei Krogmann/pretzel S. 29 f., zur Metrik S. 30 f. (vgl. auch oben S. 62).Google Scholar

Zum Namen der Nibelungen und zu Namen in der Nibelungendichtung

  1. Matthias, Walther: Zur Deutung des Namens der Nibelungen, GRM 7, 1915, S. 333–336.Google Scholar
  2. Schröder, Edward: Burgonden, ZfdA 56, 1919, S. 240–246.Google Scholar
  3. Mueller, Eugen Hartmuth: Deutung einiger Namen im Nibelungenlied, MDU 31, 1939, S. 274–284.Google Scholar
  4. Magoun jr., Francis P.: Geographical and Ethnic Names in the Nibelungenlied, Mediaeval Studies 7, 1945, S. 85–138.Google Scholar
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  6. Sonnenfeld, Marion: An Etymological Explanation of the Hagen Figure, Neophil. 43, 1959, S. 300–304.CrossRefGoogle Scholar
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Zum Weg der Nibelungen

  1. Neufert, Hermann: Der Weg der Nibelungen, Wissenschaftliche Beilage zum Progr. No 116 der Städt. Höheren Bürgerschule zu Charlottenburg, 1892.Google Scholar
  2. Weller, Karl: Die Nibelungenstraße, ZfdA 70, 1933, S. 49–66.Google Scholar
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  4. Zu weiteren Einzelfragen vgl. die Literaturzusammenstellung bei Krogmann/Pretzel S. 26 ff.Google Scholar

Neuzeitliche Behandlungen des Nibelungenstoffes

  1. Friedrich de la Motte Fouqué: Der Held des Nordens (1808/10 Teile: Sigurd, der Schlangentöter; Sigurds Rache; Aslauga).Google Scholar
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  3. Emanuel Geibel: König Sigurds Brautfahrt (1845); Brunhil (1857).Google Scholar
  4. Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen (gedruckt 1853 Teile: Rheingold; Walküre; Siegfried; Götterdämmerung).Google Scholar
  5. Friedrich Hebbel: Die Nibelungen (1855/60; Teile: Der gehörnte Siegfried; Siegfrieds Tod; Kriemhilds Rache).Google Scholar
  6. Wilhelm Jordan: Nibelunge (1867/74).Google Scholar
  7. Paul Ernst: Brunhild (1909), Chriemhild (1918).Google Scholar
  8. Max Mell: Der Nibelunge Not (1944/51).Google Scholar

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  • Gottfried Weber

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