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Die stofflichen Grundlagen

  • Gottfried Weber
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Wenn man auch das Nl. als eine innerlich eigenständige hochmittelalterliche Dichtung betrachten muß, so hat es doch selbstverständlich seine Vorgeschichte und seine z. T. weit zurückreichenden und weit ausgreifenden stofflich-motivischen Grundlagen und Beziehungen. Die Tatsache, daß immer mehr Forscher es aufgegeben haben, das Nl. von ihnen und insbesondere von seinen unmittelbaren „Vorstufen“ aus zu sehen und zu beurteilen, besagt nicht, daß die Beschäftigung mit den Sagen und Dichtungen aus dem Stoffkreis des Nl. nicht wertvoll und nützlich wäre. Nur muß man klar unterscheiden: Es ist ein anderes, sich um die Aufhellung von Wesen und Erscheinungsformen der germanischen Heldensage oder Heldendichtung zu bemühen, ein anderes, das Nl. um 1200 als einmaliges sprachliches Kunstwerk nach Gehalt und Gestalt zu untersuchen. Die Frage nach den stofflichen Grundlagen des Nl. führt sogleich über die überlieferte Dichtung hinaus und damit, notwendig, rasch in den Bereich von Konstruktionen und Hypothesen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß wir hier den umstrittensten und ungesichertsten Teil der Nibelungenforschung vor uns haben.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1961

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  • Gottfried Weber

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