Advertisement

Ergebnisse und Folgerungen

  • Karl Konrad Polheim

Zusammenfassung

Unseren Gang durch die Literatur über die Novelle haben wir mit dem Allgemeinen: der Problematik der Gattungslehre, begonnen und sind nun, mit der Betrachtung des Einzelnen, des Kunstwerkes an sich, an das Ende gekommen. Dazwischen breitet sich die Theorie von der Novelle aus. Wir haben eine Fülle von einander widersprechenden Meinungen kennengelernt, und wir könnten es dabei bewenden lassen. Es wäre ein gefährliches Unterfangen, diese Vielfalt in wenigen Punkten zusammenfassen zu wollen. Leicht vermöchte der Vorwurf erhoben zu werden, daß damit eine unzulässige Vereinfachung verbunden sei. Dennoch wollen wir den Versuch wagen. Dieser Forschungsbericht wird vielleicht der weiteren Diskussion mehr dienen, wenn er sich bemüht, die mannigfaltigen Ansichten auf einige Grundlinien zurückzuführen, ob man diesen nun zustimmen oder ob man sie ablehnen wird.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Anmerkungen

  1. 275.
    W.Krauss, Novela — Novella — Roman, in: W.Krauss, Gesammelte Aufsätze zur Literatur- und Sprachwissenschaft, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt a.M. 1949, S. 50–67. —Vorher gedruckt unter dem richtigeren Titel: Novela — Novelle — Roman, Zs. f. rom. Philologie, 60. Bd, 1940, S. 16–28.Google Scholar
  2. 277.
    Dies wird erwähnt von R. Brinkmann, Romanform und Werttheorie bei Hermann Broch. Strukturprobleme moderner Dichtung, DVjs., Jg. 31,1957, S. 192, Anm. 78.CrossRefGoogle Scholar
  3. 280.
    Vgl. etwa Gerda Zeltner-Neukomm, Das Wagnis des französischen Gegenwartsromans (= Rowohlts deutsche Enzyklopädie, Bd 109), Hamburg 1960, S. 8 : »Was heutige Franzosen unentwegt mit ’Roman′ überschreiben, das teilt mit einem Roman im alten Sinn oft nur noch die äußere Aufmachung. So ist beispielsweise auch, was in klassischer Epoche die Novelle auszeichnet (das Fragmentarische, die Konzentration auf einen kurzen Zeitabschnitt, auf den dramatischen Durchbruch statt vollständiger Entwicklung), geradezu ein Charakteristikum des neuen Romans geworden«.Google Scholar
  4. 285.
    H.Rickert, Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung, 2. Aufl., Tübingen 1.913.zbMATHGoogle Scholar
  5. 290.
    F.Martini in seiner Literaturgeschichte (= Anm. 48), vgl. auch bei Anm. 223. — J. Müller etwa in einem neuen Aufsatz : Thomas Manns Sinfonia Domestica, Zs. f. dt. Phil., Bd 83,1964, S. 142–170.Google Scholar
  6. 296.
    W.Jens, Deutsche Literatur der Gegenwart. Themen, Stile, Tendenzen, R.Piper & Co Verlag, München 1961, S. 144ff. — W. Maier (= Anm. 184), S. 68 f. will herausarbeiten, was Grass angewendet habe, um »auf einen möglichen Weg zur Novelle zu kommen«: eine Fabel, auch wenn sie gebrochen sei; Episoden, die zugleich die Beharrung auf bestimmten Momenten bedeuteten; einen Motivplan, der den sukzessiven Zeitplan ersetze. Was Maier sonst ausführt, haben wir in unseren Bericht aufgenommen.Google Scholar
  7. 297.
    G. Lukàcs, Deutsche Literatur in zwei Jahrhunderten (= G. Lukács Werke, Bd. 7), Luchterhand Verlag, Neuwied u. Berlin 1964, 626 S. — Darin aufgenommen das Werk ’Deutsche Realisten des 19. Jahrhunderts’ (erschienen zuerst 1952), in dem wiederum der Keller-Aufsatz (von 1946) steht. — Das Novellenkapitel S. 373–392.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1965

Authors and Affiliations

  • Karl Konrad Polheim

There are no affiliations available

Personalised recommendations