Advertisement

Märchen pp 42-59 | Cite as

Zur Geschichte des Märchens

  • Max Lüthi
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Gab es Märchen im engeren oder im weiteren Sinn schon in vorgeschichtlicher Zeit? Darüber sind nur Vermutungen möglich, sie gehören nicht zur Geschichte, sondern zur Theorie des Märchens. In der Literatur des Altertums hingegen finden sich Spuren des Märchens.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bolte–Polívka IV S. 94–126;Google Scholar
  2. v. D. Leyen S. 112–132;Google Scholar
  3. Derselbe, Die Welt der Märchen, Bd I, S. 115–180;Google Scholar
  4. Thompson S. 272–282.Google Scholar
  5. Im HdwDM I die Artikel »Ägyptische Motive«, S. 24–46 (Pieper), und »Antike Motive«, S. 81–90 (Mackensen).Google Scholar
  6. de Vries S. 49–60 (bes. zum ägyptischen Zweibrüdermärchen), 84–98 (Argonauten, Auseinandersetzung mit Meuli).Google Scholar
  7. Max Pieper, Das ägyptische Märchen, 1936;Google Scholar
  8. Zu den neuzeitlichen Parallelen zum ägyptischen Brüdermärchen vgl. Karel HorÁlek, in Fabula 7, 1964, S. 1–32, in Archiv orientalni 32 (Praha 1964), S. 501–521, in Man and Culture II (Opera Ethnologica 3, Prague 1968), S. 80–98, und in Folklorica Pragensia I, Prague 1969, S. 7–74 (ebenda S. 75 bis 123 eine Abhandlung Horáleks zur altorientalischen Achikar-Erzählung: „Der weise Achikar und verwandte Erzählungen bei den Slaven”).CrossRefGoogle Scholar
  9. Isidor Levin, Etana (Zur Frühgeschichte von T. 537), in: Fabula 8, 1966, S. 1–63.CrossRefGoogle Scholar
  10. Karl Meuli, Odyssee und Argonautica, 1921.Google Scholar
  11. Hermann Gunkel, Das Märchen im Alten Testament, 1917.Google Scholar
  12. Bernhard Schweitzer, Herakles, 1922 (Schweitzer hält Volksmärchen — flottierende Erzählungen von siebenköpfigen Drachen u. ä. — nicht für Ableger, sondern für die Grundlage mythischer Dichtung; vgl. seine Erwiderung auf Bethes Rezension, Neue Jb.er. f. d. klass. Altertum LIII S. 62, sowie Otto Weinreichs ausführliche, eigene Forschungsergebnisse enthaltende Besprechung in Berliner Philol. Wochenschr. 1924, S. 807).Google Scholar
  13. Zum Handlungsablauf in Mythen und Märchen s. Lord Raglan, The Hero Pattern, London 1936, New York 31956 S. 174f. (dazu de Vries S. 78–84).Google Scholar

Literatur

  1. Bolte–Polívka IV S. 127–175;Google Scholar
  2. Wesselski S. 180–195;Google Scholar
  3. derselbe, Märchen des Mittelalters, 1925 (Texte, reicher Kommentar).Google Scholar
  4. Martin Ninck, Älteste Märchen von Europa, 1945 (Texte und Kommentar).Google Scholar
  5. Lutz Röhrich, Erzählungen des späten Mittelalters u. ihr Weiterleben in Literatur u. Volksdichtung bis zur Gegenwart. Bd I 1962, Bd II 1967 (Texte, Kommentar).Google Scholar
  6. P.Delarue, Le conte populaire français, Bd I, S. 10–15.Google Scholar
  7. F. v. D. Leyen, Das Märchen in den Göttersagen der Edda, 1899 (dazu Sveinsson, FFC 83 S. XV, Wesselski S. 180–186, de Vries S. 45–48).Google Scholar
  8. HdwDM, Artikel »Edda« (Bd I S. 428–452, Kaiser).Google Scholar
  9. Friedrich Panzer, Hilde-Gudrun, 1901 (Rückführung der Hildesagen auf das Goldener-Märchen);Google Scholar
  10. derselbe, Studien zur germanischen Sagengeschichte I, 1910, II 1912 (Rückführung der Sagen von Beowulf und Sigfrid auf das Bärensohnmärchen u.a. Märchenelemente. Umstritten; dazu de Vries S. 71 ff.).Google Scholar

Literatur

  1. Bolte–Polívka IV S. 176–285;Google Scholar
  2. Delarue S. 15–27. Zu Perrault Marc Soriano, Les contes de Perrault, culture savante et traditions populaires, Paris 1968 (großangelegte Untersuchung: Diskussion der einzelnen Erzählungen nach folkloristischen und psychologischen Gesichtspunkten ; auf Grund literarhistorischer, kulturgeschichtlicher, biographischer und psychoanalytischer Studien nimmt Soriano eine gewisse Zusammenarbeit von Vater und Sohn an und erklärt die Art der Auswahl und der Bearbeitung aus teils bewußten, teils unbewußten Bedürfnissen des Bearbeiters und des Zeit-alters);Google Scholar
  3. Walter Scherf, Charles Perraults Märchen und ihre pädagogische Bedeutung, in: Die Freundesgabe 1966, S. 36–48 (s. a. Scherfs Übersetzung der Erzählungen Perraults, 1965).Google Scholar
  4. Gonthier-Louis Fink, Naissance et apogée du conte merveilleux en Allemagne 1740–1800, Paris 1966 (befaßt sich vorwiegend mit dem deutschen Kunstmärchen, enthält aber ein großes Kapitel über dessen Vorgeschichte in Frankreich, von Perrault und Galland bis zum Cabinet des fées, p. 20–68).Google Scholar
  5. Rich. Benz, Märchendichtung der Romantiker, 21926, S. 15–33. Deutsche Übersetzung von Straparola durch Hans Floerke 1920, von Basile durch Felix Liebrecht 1846, Neuausgaben 1909, 1928, 1956, italienische Ausgabe durch Benedetto Croce, 2 Bde, Bari 1925, Dialektausgabe Neapel 1891 (nur Bd I) ; neue deutsche Übersetzung durch A. Potthoff, 1954. Zum deutschen Barock vgl. die (negativen) Befunde bei Elfriede Moser-Rath, Predigtmärlein der Barockzeit, 1964.Google Scholar
  6. Erwin Jahn, Die „Volksmärchen der Deutschen“ von Johann Karl August Musäus, Diss. Leipzig 1914.Google Scholar

Literatur zu den KHM

  1. Hermann Hamann, Die literarischen Vorlagen der KHM und ihre Bearbeitung durch die Brüder Grimm, 1906.Google Scholar
  2. Ernest Tonnelat, Les contes des frères Grimm, Etude sur la composition et le style, Paris 1912.Google Scholar
  3. Joseph Lefftz, Märchen der Brüder Grimm. Urfassung nach der Originalhandschrift der Abtei Oelenberg im Elsaß, 1927.Google Scholar
  4. Elisabeth Freitag, Die KHM der Brüder Grimm im ersten Stadium ihrer stilgeschichtlichen Entwicklung, 1929.Google Scholar
  5. Bolte–Polívka IV (1930) S. 418–487.Google Scholar
  6. Karl Schulte Kemminghausen, Die niederdeutschen Märchen der Brüder Grimm, 1929.Google Scholar
  7. Kurt Schmidt, Die Entwicklung der Grimmschen KHM seit der Urhandschrift, 1932.Google Scholar
  8. Friedrich Panzer, Die KHM der Brüder Grimm. In ihrer Urgestalt herausgegeben, 1948 u.ö. (Abdruck der ersten Ausgabe, 2 Bde mit einer Einleitung Panzers und den Grimmschen Anmerkungen).Google Scholar
  9. Otto Spies, Orientalische Stoffe in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, 1952.Google Scholar
  10. Rolf Hagen, Der Einfluß der Perraultschen Contes auf das volkstümliche deutsche Erzählgut und besonders auf die KHM der Brüder Grimm, Diss. Göttingen 1954;Google Scholar
  11. derselbe, Perraults Märchen und die Brüder Grimm, in ZfdPh. 74 (= 1955), S. 392–410.Google Scholar
  12. Wilhelm Schoof, Zur Entstehungsgeschichte der Grimmschen Märchen, 1959.Google Scholar
  13. Felix Karlinger, Les contes des frères Grimm. Contribution à l’étude de la langue et du style. Paris-Fribourg 1963.Google Scholar
  14. Roland Crahay, L’eau de la vie. La méthode mythographique des frères Grimm. Mémoires et Publications de la Société des Sciences, des Arts et des Lettres du Hainaut 77, 1963.Google Scholar
  15. Ingeborg Weber-Kellermann, Interethnische Gedanken beim Lesen der Grimmschen Märchen, in: Acta Ethnographica 19, Budapest 1970, S. 425–434. Diese Untersuchung macht es wahrscheinlich, daß mehr Nummern als man bisher annahm letztlich aus der mündlichen Tradition Frankreichs stammen: hugenottische Abstammung gewisser Gewährsleute (s. a. das Vorwort der gleichen Autorin zum Neudruck der Ubbelohdeschen „Jubiläumsausgabe“ 1907 der KHM, 1971). Vgl. dazu R.Hagens Hinweise sowie Lüthis Nachweis der Herkunft des Rapunzelmärchens von einem durch Mlle de la Force ausphantasierten französischen Volksmärchen, in: Volksmärchen und Volkssage, S. 62–96.Google Scholar
  16. Dieselbe, Deutsche Volkskunde zwischen Germanistik und Sozialwissenschaften, 1969 (Slg Metzler 79).Google Scholar
  17. Brüder Grimm Gedenken 1963. Gedenkschrift zur hundertsten Wiederkehr des Todestages von Jacob Grimm (hrsg. v. G. Heilfurth, L. Denecke, I.-M. Greverus. Enthalten auch in Hess. Bl. f. Volksk. Bd 54, 1963. Bringt u.a. Aufsätze zur Wirkungsgeschichte des Grimmschen Werks in andern Ländern).Google Scholar
  18. Jacob Grimm. Zur 100. Wiederkehr seines Todestages, 1963 (hrsg. von W. Fraenger u. W. Steinitz. Enthalten auch im Jahrbuch IX. Bringt ebenfalls Aufsätze zur Wirkungsgeschichte — Rußland, Ungarn —, ferner eine Analyse des Märchenstils Jacob Grimms).Google Scholar
  19. Ludwig Denecke, Jacob Grimm und sein Bruder Wilhelm, 1971 (Slg Metzler 100). Darin vor allem der Abschnitt „Volkskundliche Germanistik“ (Entstehungsgeschichte, Ausgaben, Stilentwicklung, Nachwirkung der KHM, Märchenforschung u.a., S. 63–87, mit reicher Bibliographie).Google Scholar
  20. Zur Märchenforschung der Brüder Grimm vgl. unten S. 60f.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1962

Authors and Affiliations

  • Max Lüthi

There are no affiliations available

Personalised recommendations