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Novelle pp 45-87 | Cite as

Geschichte der deutschen Novelle seit Goethe

  • Benno von Wiese
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Zusammenfassung

Von einer eigentlichen „Geschichte“ der Novelle wird man in Deutschland erst seit Goethe sprechen können. Trotz aller vorausgegangenen Rezeptionen italienischer und französischer Novellistik kommt es im 17.und 18. Jahrhundert noch zu keiner klaren Unterscheidung des Romans von der kleineren moralisch-novellistischen Erzählung. Auch Boccaccio gerät weitgehend in Vergessenheit. Erst mit Goethes »Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten« (1795) hebt sich das in der Gesellschaft erfolgende und der Gesellschaft dienende Erzählen von Geschichten ebenso kontrastierend von der durch die Französische Revolution ausgelösten Zeitkrise ab wie bei Boccaccio von der Bedrohung durch die Pest. Alle Unterhaltungen „über das Interesse des Tages“ sollen verbannt werden. In diesem Sinne verlangt die Gesellschaft von den Erzählenden aus erzieherischen Gründen „Entsagung“: „Bietet alle eure Kräfte auf, lehrreich, nützlich und besonders gesellig zu sein.“ Die Gesellschaft besinnt sich im Erzählen von Geschichten wieder auf sich selbst und ihre eigene Ordnung, die durch das Gewitter der Weltbegebenheiten und durch die politischen Leidenschaften aufs schwerste bedroht wurde.

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Geschichte der deutschen Novelle seit Goethe: Literatur

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1963

Authors and Affiliations

  • Benno von Wiese

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