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Heinrich Heine pp 183-211 | Cite as

Erzählversuche und ›Neue Gedichte‹

  • Manfred Windfuhr

Zusammenfassung

Ehe wir uns aber der dritten Periode zuwenden können, müssen noch zwei Komplexe betrachtet werden, die sich zeitlich über die ganzen mittleren Jahre hinweg erstrecken, ja teilweise noch aus der deutschen Periode herrühren und in die letzte Phase hinüberweisen. Es handelt sich um die drei Erzählversuche und die ›Neuen Gedichte‹ Heine hat wiederholt Ansätze gemacht, auch das Gebiet der Erzählung zu bewältigen. Anders als beim Drama, bei dem nur die beiden Jugendwerke vorliegen, reichen seine Bemühungen um die Prosaepik bis ans Ende der zweiten Periode. Heine gab es nicht so leicht auf, auch als Erzähler hervorzutreten, und man macht es sich zu bequem, wenn man von vorneherein annimmt, daß er über keine epischen Voraussetzungen verfügte. Dagegen spricht schon, daß er in den ›Reisebildern‹, Versepen, Erinnerungswerken Romanzen und Balladen, sowie an manchen anderen Stellen durchaus überzeugend mit epischen Mitteln arbeitete. Allerdings darf man weder die Perspektive des naiven Erzählens noch die der epischen Integration im Sinne des poetischen Realismus zum Ausgangspunkt nehmen. Es entsprach nicht der komplizierten Denkstruktur und arabesken Darstellungsweise Heines, einen epischen Stoff rein erzählerisch zu behandeln.

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Notizen

  1. 2.
    Der Rabbi von Bacherach, Heine-Jahrbuch 1964, 3 ff.Google Scholar
  2. 5.
    Vgl. W. Wadepuhl, Eine unveröffentlichte Episode aus Heines ›Florentinischen Nächten‹, in: Heine-Studien, Weimar 1956, 109ff.Google Scholar
  3. 6.
    Vgl. Heinrich Heines Sämtliche Werke, ed. O.Walzel, Leipzig 1910 ff., VI, 506 f.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1969

Authors and Affiliations

  • Manfred Windfuhr

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