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Heinrich Heine pp 219-233 | Cite as

Die Versepen ›Atta Troll‹ und ›Deutschland. Ein Wintermärchen‹

  • Manfred Windfuhr

Zusammenfassung

Versepen waren in der Restaurationszeit noch eine verbreitete und auch von bedeutenden Dichtern praktizierte Gattung. Dabei ist nicht an das pathetische Großepos im Stil von Klopstocks ›Messias‹ zu denken, — das existierte nur auf unterer Ebene weiter — sondern an die humoristische oder idyllische Kleinform, die von Immermann, Droste, Mörike und anderen benutzt wurde. Heine hatte 1830 in Wandsbeck Immermanns ›Tulifäntchen‹ korrigiert, war also mit einem guten Beispiel vertraut. Er griff eine noch behebte Gattung auf, ja er konnte von vornherein mit Popularität rechnen, weil in der breiten Leserschaft Dichtertum immer noch mit dem Vers und zwar dem ausgiebig verwendeten Vers identifiziert wurde. Wenn man schon keine Dramen schrieb, dann wenigstens Versepen. Heine hatte nach dem geringen Erfolg der meisten Werke in der mittleren Periode und nach dem kometenhaften Aufstieg der politischen Lyriker das Bedürfnis, wieder populär zu werden und an die ›Reisebilder‹-Phase anzuknüpfen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1969

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  • Manfred Windfuhr

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