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»Vulgaris cantio« Gattungsprobleme zwischen Volkssprache und Latinität um 1500

  • Günter Hess

Zusammenfassung

Im Jahre 1502 verschlägt die Pest einen Tübinger Professor der Rhetorik und Poetik auf die Höhen der Schwäbischen Alb. Die Höhenflucht in die erzwungene rustikale Idylle wird für den eben zu den Ehren des Dichterlorbeers erhobenen Vorkämpfer einer reinen Latinität in deutschen Landen zum sprachlichen descensus. Heinrich Bebel, der deutsche Valla aus Tübingen, berichtet seinem Freund Johannes Brassicanus, der wenige Jahre später durch seine lateinische Grammatik berühmt werden sollte, von diesem philologischen Sündenfall in einer langen Elegie, einer bemerkenswerten Legierung von schwäbischer Idyllik und altrömisch-bukolischer Lebenskunst.1

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Notizen

  1. 5.
    Vgl. Max Wehrli, Der Nationalgedanke im deutschen und schweizerischen Humanismus. In: Nationalismus in Germanistik und Dichtung (Berlin 1967), S. 140.Google Scholar
  2. 11.
    Johannes Haller, Heinrich Behel als deutscher Dichter. In: ZfdA 66 (1929), S. 54.Google Scholar
  3. 13.
    Georg Ellinger, Geschichte der neulateinischen Literatur Deutschlands im sechzehnten Jahrhundert. Bd. 1 : Italien und der deutsche Humanismus in der neulateinischen Lyrik (Berlin 1929), S. 435–441.Google Scholar
  4. 15.
    Max Wehrli, Deutsche und lateinische Dichtung im 16. und 17. Jalirhundert. In: Das Erbe der Antike (Zürich und Stuttgart 1963), S. 135.17 Willy Andreas, Deutschland vor der Reformation. Eine Zeitenwende (6., neu-überarb. Aufl. Stuttgart 1959), S. 500.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1969

Authors and Affiliations

  • Günter Hess

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