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Typen inhaltsbezogener formaler Nachbildung eines spätmittelalterlichen Liedes im 15. und 16. Jahrhundert Hans Heselloher: »Von üppiglichen dingen«

  • Michael Curschmann

Zusammenfassung

Hans Hesellohers Lied Von üppiglichen dingen ist um 1440/50 entstanden und seit ungefähr 1500 mehrfach überliefert.1 Daß es sich in Thematik, Motivik und Formulierung um ein Werk aus der Schule Neidharts und der Pseudoneidharte handelt, ist, obwohl noch nicht umfassend untersucht, von jeher beachtet worden.2 An Versuchen, vor diesem Hintergrund seiner individuellen Eigenart gerecht zu werden, fehlt es noch.3 Auch hier soll von dieser zweiten Frage nur insofern die Rede sein, als es um die Erörterung einer dritten geht, die Frage der ungewöhnlich intensiven Nachwirkung in der Lieddichtung der Folgezeit.4

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Notizen

  1. 2.
    Zusammenfassend Richard Brill, Die Schule Neidharts (Berlin 1908. Palästra 37), S. 192 ff.Google Scholar
  2. 5.
    Ich gebe eine Auswahl der neueren Literatur: Georg Reichert, Kontrafaktur. In: Reallexikon I (2. Aufl 1958), S. 882f.;Google Scholar
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  11. 7.
    Hierüber mit Literatur und Hinweisen auf die verschiedenen bereits bekannten Typen: Christoph Petzsch, Das Lochamer-Liederbuch (München 1967. MTU 19), S. 199 ff., bes. S. 207.12 Hierüber allgemein:Google Scholar
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  14. 17.
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  16. 28.
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  17. 29.
    Erst Catholy hat das Lied endgültig aus dem Kanon des Fastnachtspiels (Keller, Fastnachtspiele, Nr. 132) ausgeschieden; er betrachtet den Vortragenden aber als Sprecher: Eckehard Catholy, Das Fastnachtspiel des Spätmittelalters (Tübingen 1961. Her-maea,N.F.8),S.281.Google Scholar
  18. 30.
    Sämtliche Fastnachtspiele von Hans Sachs, Bd. 1, hrsg. Edmund Götze (Halle 1880. NDL 26), Nr. 2.Google Scholar

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  • Michael Curschmann

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