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Stückfragmente und Stückprojekte

  • Hans Peter Neureuter
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Zusammenfassung

In ihrem Bestandsverzeichnis des literarischen Nachlasses (Bd. 1, S. 275–398) verzeichnete Herta Ramthun unter der Rubrik Stückfragmente, -entwürfe, -projekte 156 verschiedene Titel. Erst 1997 veröffentlichten die von Günter Glaeser bearbeiteten Bände 10/1–2 der GBA daraus eine größere Auswahl von 48 Fragmenten — zumeist im Erstdruck — und dazu eine Liste weiterer 112 nicht gedruckter Projekte. Grob gerechnet heißt das, dass hinter jedem von B. abgeschlossenen Bühnenwerk wenigstens drei weitere stehen, die im Wettlauf um die Ausführung auf der Strecke geblieben sind. Zwei Höhepunkte hitziger Produktion zeichnen sich dabei ab: Zwischen 1919 und 1922 stellte B. (nach der Einteilung in der GBA) acht ›Stücke‹ (darunter fünf Einakter) fertig, ließ 14 ›Fragmente‹ liegen und entwarf 27 ›Projekte‹, das heißt auf zwei vollendete Stücke kommen im Jahresdurchschnitt gut zehn unbeendete. Der zweite Höhepunkt, die fünf Jahre zwischen 1926 und 1930, zeigen folgendes Zahlenverhältnis: neun Stücke, zwölf Fragmente und 27 Projekte.

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  • Hans Peter Neureuter

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