Advertisement

Mann ist Mann

  • Ana Kugli
Chapter
  • 233 Downloads

Zusammenfassung

Die Entstehungsgeschichte von Mann ist Mann kann in vier Arbeitsphasen unterteilt werden. In der ersten Phase, die von Sommer 1918 bis Anfang 1921 reichte, entwickelte B. die Grundidee von der Auswechselbarkeit der Individualität, entwarf die Grundfabel zu dem Stück Galgei und führte drei Szenen aus (vgl. Wege, S.29–52). Im Sommer 1920 schrieb B. außerdem das Gedicht Das war der Bürger Galgei, das in konzentrierter Form die Grundproblematik von Galgei darlegt: Dem Bürger Galgei wird von »Schurken« (GBA 13, S. 157) gesagt, »er sei/Der Butterhändler Pick« (ebd.). Obwohl Galgei es nicht will, wird er am »End der böse Pick« (ebd.), weil er seine Identität nicht beweisen kann. Wie später bei Mann ist Mann noch deutlicher herausgearbeitet wurde, scheint der Austausch der Individualität prinzipiell nicht negativ: »Der Bürger Galgei konnte/Gut auch ein andrer sein.« (Ebd.) Handlungsort des Galgei-Fragments war im Gegensatz zu den späteren Ausarbeitungen Augsburg. Da andere Projekte für B. an Priorität gewannen, stellte er die Arbeit am Galgei Anfang 1921 ein (Näheres zu Galgei vgl. Stückfragmente und Stückprojekte, BHB 1).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Birnbaum, Uta: Politisches Theater in Westdeutschland? In: Theater der Zeit (1966), H. 23, S. 27.Google Scholar
  2. Böhme, Irene: Der verspielte Kleinbürger. In: Theater der Zeit (1973), H. 2, S. 30.Google Scholar
  3. Fenn, Bernard: Characterisation of Women in the Plays of Bertolt Brecht. Frankfurt a.M. [u.a.] 1982.Google Scholar
  4. Führich, Angelika: Aufbrüche des Weiblichen im Drama der Weimarer Republik. Brecht–Fleißer–Horvath–Gmeyner. Heidelberg 1992.Google Scholar
  5. Gebhardt, Horst: Der Fall eines Kleinbürgers. In: Theater der Zeit (1967), H. 7, S. 10–13, S. 34.Google Scholar
  6. Gyssling, Walter: Mann ist Mann von Bertolt Brecht. In: Theater der Zeit (1966), H. 21, S. 32.Google Scholar
  7. Heinze, Helmut: Brechts Ästhetik des Gestischen. Versuch einer Rekonstruktion. Heidelberg 1992.Google Scholar
  8. John, Hans-Rainer: Ohne die Härte der Realität. In: Theater der Zeit (1981), H. 6, S. 39f.Google Scholar
  9. Kebir, Sabine: Ich fragte nicht nach meinem Anteil. Elisabeth Hauptmanns Arbeit mit Bertolt Brecht. Berlin 1997.Google Scholar
  10. Knopf, Jan: Zur Konsummaschine ummontiert. In: Theater heute (1980), H. 11, S. 50f.Google Scholar
  11. Lucchesi/ Shull.Google Scholar
  12. Lyon, James K.: Bertolt Brecht und Rudyard Kipling. Frankfurt a.M. 1976.Google Scholar
  13. Ders.: Brecht’s Mann ist Mann and the death of Tragedy in the 20th Century. In: GQu. 67 (1994), S. 513–520.Google Scholar
  14. Meier, Simone: Altertümelndes Männergetümmel. In: Theater heute (1999), H. 8/9, S. 70f.Google Scholar
  15. Michaelis, Rolf: Pimmel-Power. In: Theater heute (1989), H. 8, S. 49f.Google Scholar
  16. Müller, Klaus-Detlef: »Mann ist Mann«. In: Hinderer, S. 89–105.Google Scholar
  17. Ritchie, Gisela F.: Der Dichter und die Frau. Literarische Frauengestalten durch die Jahrhunderte. Bonn 1989.Google Scholar
  18. Roßmann, Andreas: Brecht als Kleinkunst. In: Theater heute (1981), H. 6, S. 20.Google Scholar
  19. Schechter, Joel: Brecht’s clowns: Man is Man and after. In: Thomson, Peter/Sacks, Glendyr (Hg.): The Cambridge Companion to Brecht. Cambridge 1994, S. 68–78.Google Scholar
  20. Schumacher, Ernst: Die dramatischen Versuche Bertolt Brechts 1918–1933. Berlin 1955.Google Scholar
  21. Skasa, Michael: »Mann ist Mann« in München. In: Theater heute (1974), H. 1, S. 8.Google Scholar
  22. Ders.: Behaupten, enthaupten–egal: Was »Mann ist Mann« so alles kann. In: Theater heute (1988), H. 9, S. 42f.Google Scholar
  23. Wege, Carl (Hg.): Brechts »Mann ist Mann«. Frankfurt a.M. 1982.Google Scholar
  24. Witzler, Ralf: Bertolt Brechts »Mann ist Mann« oder von der Lust, die Identität zu verlieren. In: Gier, Helmut/Hillesheim, Jürgen (Hg.): Der junge Brecht. Aspekte seines Denkens und Schaffens. Würzburg 1996, S. 144–165.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

Authors and Affiliations

  • Ana Kugli

There are no affiliations available

Personalised recommendations