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So ersetzt die Phantasie vieles durch die Romantik des Ortes

  • Ulrich Tadday

Zusammenfassung

Zwei der frühesten Erwähnungen des Wortes „romantisch“, die von Robert Schumann überliefert sind, stammen aus dem Jahr 1828. Sie beziehen sich auf Kompositionen von Franz Schubert, auf dessen „Variationen über ein Thema aus der Oper »Marie« von Hérold“ op. 82,1, D 908 und auf dessen vierhändige „Polonaisen“ op. 61, D 824 bzw. op. 75, D 599.1 Während Schumann die „Variationen“ als das „vollendetste romantische Gemälde“ [2] anschaut, metaphorisiert er die „Polonaisen“ im humoristischen Stil Jean Pauls als „lauter aufbrechende Gewitterstürme mit romantischen Regenbogen über feierlich-schlum[m]ernde Welten“ [3]. Diese „romantische“ Poetisierung der Werke Schuberts scheint in doppelter Hinsicht bedeutungsvoll: Zum einen, weil Schumann die „Variationen“ und „Polonaisen“ Schuberts nicht musikästhetisch, sondern landschaftsästhetisch veranschaulicht. Zum anderen, weil Schumann dies zu einem zentralen Zeitpunkt tut, nämlich 1828, als er Schuberts Musik für sich entdeckt. Warum die Entdeckung Schuberts eine „romantische“ war, erläutert Schumann 1846 am Beispiel des Trios seines Klavierquartetts c-Moll op. V rückblickend in seinem Tagebuch:2

„Sehr gut erinnere ich mich einer Stelle in einer meiner Compositionen (1828), von der ich mir sagte, sie sei romantisch, wo (mir) ein vom der alten Musik(charakter) abweichender Geist sich mir eröffnete, ein neues poetisches Leben sich mir zu erschließen schien (es war das Trio eines Scherzo eines Ciavierquartettes).“ [11]

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Anmerkungen zu Kapitel 2

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  • Ulrich Tadday

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