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Diskussionsbericht

  • Michael Schlott
Part of the Germanistische Symposien Berichtsbände book series (GERMSYMP)

Zusammenfassung

Vorlage von Detlev Schöttker (»Ruhm und Rezeption. Unsterblichkeit als Voraussetzung der Literaturwissenschaft«)

Zusammenfassung des Korreferats (Sebastian Neumeister): Die Gliederung sehe eine Erarbeitung des Themas in drei Arbeitsschritten vor: Der Präsentation umfangreichen historischen Materials (I) folgen Hinweise zur kategorialen Erschließung (II) und der Versuch, Elemente einer Theorie des Ruhmes im Blick auf eine Verknüpfung zwischen Rezeptionsgeschichte und Rezeptionsästhetik zu skizzieren (III). Wenngleich Teil I die zeitliche Spanne zwischen Antike und Gegenwart ausmesse, seien für die Materialerhebung zusätzliche Autoritäten zu berücksichtigen; für den literarischen Bereich etwa Sallust, der in Catilina und Iugurtha erkläre, es sei die Aufgabe des Historikers, die Taten der Helden zu verewigen. Problematisch erscheine in bezug auf Vitruvs Zehn Bücher über die Architektur die einseitige Akzentuierung der Funktion des Textes gegenüber der Bedeutung der Baudenkmäler. Für Teil II seien insbesondere die »negativen Aspekte« des Ruhmes hervorzuheben. Was schließlich die in Teil III anvisierte Theorie des Ruhmes betreffe, sei ein erhöhter Strukturierungsbedarf anzumelden. Ein denkbarer alternativer Zugriff ließe sich als ›Dreischritt‹ formulieren: Ausgehend von der Analyse dauerhafter Rezeptionen literarischer Werke, die sich als Ruhm konkretisieren, wäre über den Gegenstand ›Ruhmesgestalten‹ in der Literaturwissenschaft nachzudenken, um diesen Aspekt schließlich für die wissenschaftsgeschichtliche Perspektive operationalisierbar zu machen.

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  • Michael Schlott

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