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Ruhm und Rezeption. Unsterblichkeit als Voraussetzung der Literaturwissenschaft

  • Detlev Schöttker
Part of the Germanistische Symposien Berichtsbände book series (GERMSYMP)

Zusammenfassung

Obwohl die These vom »Tod des Autors« zu einem Topos der Literaturwissenschaft geworden ist, die inzwischen ihren Weg in die Lexika gefunden hat,1 kann vom Verschwinden des Autors keine Rede sein. Das zeigt nicht nur die anhaltende Produktion und Beliebtheit von Schriftsteller-Biographien, sondern auch die Präsenz des Autorsubjekts in solchen Arbeiten, die sich im Zeichen des Poststrukturalismus ausschließlich der Analyse von Texten widmen wollen. Paul de Mans Bücher und Aufsätze sind prominente Beispiele dafür. Zwar hat der Autor seine Autorität als kompetenter Interpret seiner Werke eingebüßt, doch ist sein Name offenbar ein unhintergehbarer Faktor der Rezeption geblieben. So »gleichgültig«, wie Michel Foucault in seiner Rede »Was ist ein Autor?« 1969 im Anschluß an Roland Barthes meinte, kann es also nicht sein, »wer spricht«.2

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Literaturverzeichnis

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Authors and Affiliations

  • Detlev Schöttker

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