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Der Weg des Individuums Der epische Held und (s)ein Ich

  • Matthias Meyer
Chapter
Part of the Germanistische Symposien Berichtsbände book series (GERMSYMP)

Zusammenfassung

»The story is told of a race track that was failing financially. The track management consulted three experts: an accountant, an engineer, and a physicist. The accountant recommended restructuring of the balance sheets; the engineer suggested that the slow track could be fixed by slight banking and better drainage. When his turn came, the physicist went up to the blackboard, drew a circle, and said, ›Let us replace the horse with a sphere.‹«1 Gerald Edelman erzählt diesen Witz als Warnung vor der abstrakten Schönheit der Vorstellung, das menschliche Gehirn würde analog zu einem Computer funktionieren. Ob aus Edelmans Überlegungen, die sich auf das »mind-body-problem« beziehen, also auf die Frage, wie Verstand auf der einen und (biologisches) Gehirn auf der anderen Seite korreliert werden können, weitere Konsequenzen auch für die Literaturwissenschaft gezogen werden können, werde ich später erörtern. Zunächst soll diese Warnung vor der Verführungskraft abstrakter Modelle ganz konkret auf die allgemeine Rezeption strukturalistischer Interpretationen bezogen werden. Die folgenden Überlegungen gehen von der Frage aus, wie strukturalistische Interpretationen modifiziert werden können, so dass aus Kreisen wieder Pferde werden, und beschäftigen sich mit der Frage, ob und wie die Frage nach der Individualität des Helden eines Textes dabei eine Rolle spielen kann. Individualität wird dabei als primär narrative Kategorie verstanden.

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

Authors and Affiliations

  • Matthias Meyer
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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