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Magnetische Auftritte — ideologische Konflikte

Zur Problematik eines medizinischen Konzeptes im Zeitalter der Aufklärung
  • Anneliese Ego
Part of the Germanistische Symposien Berichtsbände book series (GERMSYMP)

Zusammenfassung

Den Griechen der Antike war er bekannt und ebenso den Arabern des Mittelalters; in Hildegard von Bingens Rezeptsammlung findet er sich, Paracelsus setzte ihn präpariert und naturbelassen, pulverisiert und im Ganzen ein, Baptista van Helmont hatte ihn im Repertoire; Englische Ärzte schätzten und exportierten ihn ins Hannover’sche, Mitglieder der »Königlichen Societät der Wissenschaften« probierten und die Göttingischen gelehrten Anzeigen lobten ihn — den Magnetstein.

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Anmerkungen

  1. 5.
    Vgl. Ioannis Baptista van Helmont: Disputatio de Magnetica vulnerum naturali et legitima curatione … Paris 1621, in: Ders.: Ortus Medicinae: o.O. 1648, S. 593–620. Der Streit wurde durch einen 1608 von Goclenius veröffentlichten Traktat (s. Anm. 6) ausgelöst, dessen vierter Auflage Jean Roberti eine Entgegnung folgen ließ (1618), und dauerte bis zum Jahre 1626.Google Scholar
  2. 6.
    Vgl. Rodolphus Goclenius: Tractatus de Magnetica Curatione Vulneris, citra ullam & superstitionem & dolorem & remedij applicationem … 3. Aufl.; Marpurgi 1610, S. 17.Google Scholar
  3. 7.
    Vgl. E. J. Dijksterhuis: Die Mechanisierung des Weltbildes; Berlin, Göttingen, Heidelberg 1956, S. 479f. und 512ff.CrossRefGoogle Scholar
  4. 8.
    Vgl. Isaac Newton: Philosophiae Naturalis Principia Mathematica; Amstaelodami 1714, S. 484: »Rationem vero harum Gravitatis proprietatum ex Phaenomenis non-dum potui deducere, & Hypothesis non fingo.«Google Scholar
  5. 9.
    Vgl. dazu auch Gideon Freudenthal: Atom und Individuum im Zeitalter Newtons; Frankfurt 1982, S. 83ff.Google Scholar
  6. 11.
    Vgl. Friedrich Hoffmann: Opera omnia; Genf 1740, V, S. 70–77. Wiewohl diese Dissertation infolge des Newtonismus entstanden ist, bleibt die Gravitation dennoch unberücksichtigt; der Vf. argumentiert allein auf der Basis von Keplers astronomischen Berechnungen und schließt sich ihm auch insofern an, als er wie dieser unvermittelt wirkende Gestirnseinflüsse annimmt.Google Scholar
  7. 16.
    Vgl. Antonius Mesmer: Dissertatio physico-medica de planetarum influxu; Vindobona 1766, S. 32ff.Google Scholar
  8. 21.
    Vgl. Johann Georg Zimmermann: Von der Erfahrung in der Arzneikunst (1763), dargestellt in: Rohlfs (Anm. 12), S. 118; sowie Paulet (Anm. 10), S. 15.Google Scholar
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    Vgl. Friedrich Wilhelm August Murhard: Versuch einer historisch-chronologischen Bibliographie des Magnetismus; Cassel 1797, S. 47ff.Google Scholar
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    Vgl. Edward T. Canby: Geschichte der Elektrizität; Lausanne 1963, S. 30.Google Scholar
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    Vgl. Ernst Benz: Theologie der Elektrizität; Mainz 1971, passim.Google Scholar
  12. 28.
    Vgl. Christoph Martin Wieland: Sympathien, in: Sämtliche Werke, Bd. 3, Leipzig 1795 (Ndr. Hamburg 1984), S. 130f.Google Scholar
  13. 30.
    Vgl. Christian Garve: Garve’s Vertraute Briefe an eine Freundin; Leipzig 1801, S. 106f.Google Scholar
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    Vgl. Maximilian Hell: Unpartheyischer Bericht (4. 1. 1775), in: Friedrich A. Reuss: Sammlung der neuesten gedruckten und geschriebenen Nachrichten von Magnet-Curen, vorzüglich der Mesmerischen; Leipzig 1778, S. 9–16.Google Scholar
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    Vgl. Franz Anton Mesmer: Erstes Schreiben an einen auswärtigen Arzt (5. 1. 1775), in: Ders.: Schreiben über die Magnetkur, o.O. 1776, S. 3–11.Google Scholar
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  17. 46.
    Vgl. z.B. Bartholomaeus Anhorn: Magiologia. Christliche Warnung für dem Aberglauben unn Zauberey; Basel 1674, S. 1048; zum Problem medizinischer Außenseiter im 18. Jh. vgl. Anneliese Ego: »Animalischer Magnetismus« oder »Aufklärung«; Würzburg 1991, S. 106–113.Google Scholar
  18. 47.
    Christian Friedrich Daniel Schubart: Schubart’s Leben und Gesinnungen, Bd. 2, Stuttgart 1793, S. 95.Google Scholar
  19. 48.
    Vgl. Johann Joseph Gaßner: Nützlicher Unterricht wieder den Teufel zu streitten; Kempten 1774. Die Schrift erreichte bereits ein Jahr später ihre 10. Auflage.Google Scholar
  20. 67.
    Vgl. z.B. Friedrich Nicolai: Vorwort zu: Charlotta Elisabeth Konstantia von der Recke: Nachricht von des berühmten Cagliostro Aufenthalte in Mitau; Berlin und Stettin 1787; Frankfurter gelehrte Anzeigen. Hg. v. Joh. H. Merck, Joh. Georg Schlosser, Karl Fr. Bahrdt; 19 (1790) S. 459; u. a.Google Scholar
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    Vgl. Sophie von LaRoche: Ich bin mehr Herz als Kopf. Ein Lebensbild in Briefen. Hg. v. Michael Maurer; München 1983, S. 278 und 299; zu ihrem Straßburger Aufenthalt vgl. auch Ernst Baumann: Straßburg, Basel und Zürich in ihren geistigen und kulturellen Beziehungen. Aus dem Freundeskreise der Lavater, Pfeffel, Sarasin und Schweighäuser (1770–1810), Frankfurt a.M. 1938, S. 27 und 65.Google Scholar
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    Vgl. Friedrich Schiller: Sch’s Briefwechsel mit Körner, Theil 3, Leipzig 1859, S. 123 und 131.Google Scholar
  23. 73.
    Vgl. Elisa von der Recke: Aufzeichnungen und Briefe aus ihren Jugendtagen, Bd. 1, Hg. v. Paul Rachel, 2. Aufl., Leipzig 1902, S. 370f.Google Scholar
  24. 77.
    Franz Anton Mesmer: Ueber meine Entdeckungen und den thierischen Magnetismus überhaupt, Jena 1800, S. 47f.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1994

Authors and Affiliations

  • Anneliese Ego
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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