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Abweichung Was ist und wie bestimmt man das, was man als ›normal‹ ansieht?

  • Jürgen Fohrmann
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Zusammenfassung

Die im- oder explizite Kategorie ›Normalität‹ reguliert unser Verhältnis zur Abweichung (etwa in der Diagnose von Pathologien), prägt unser Handeln, unser Verhalten, entscheidet über Präferenzen (sehr prominent zur Zeit in mikroökonomischen Untersuchungen), ist auch bestimmend für Wirkungsforschungen unterschiedlichster Provenienz (Ästhetik und Rhetorik eingeschlossen) — um nur einige Felder zu nennen. Ist die Einschätzung, etwas sei ›normal‹, wissensbasiert, etwa das Ergebnis statistischen Durchschnitts, und/oder persönlicher Erfahrung, entstehend aus Redundanz, einem Sozialisationseffekt, der sich bei (topischer) Wiederholung einstellt? Wie verstärkt sich beides wechselseitig? Wird dabei die auch alltägliche Erfahrung von Varianz zumindest zeitweise ausgeblendet oder werden der Anerkennung von Varianz Grenzen gesetzt? Wenn diese Einschätzung, etwas sei ›normal‹, je und je Ergebnis eines deliberativen Aktes ist, wird dann die Zuschreibung von ›Normalität‹ immer wieder auch verschoben? Stimmte dies, was bedeutete es dann für die Verfahrensweisen und Ergebnisse von Wissenschaft? Rhetorik statt Grammatik?

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2015

Authors and Affiliations

  • Jürgen Fohrmann

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