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Der Einfluß der Neo-Orthodoxie und des konservativen Judentums auf Lehrschriften und unterhaltende Kinder- und Jugendliteratur

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Zusammenfassung

In den 1860er Jahren trat mit der Neo-Orthodoxie eine neue Strömung des westeuropäischen Judentums auf, die für dessen geistesgeschichtliche Entwicklung eine Zäsur markiert. Ohne daß dies einen vollkommenen Bruch mit der Haskala bedeutete, wurden durch die Neo-Orthodoxie andere Akzente gesetzt und eine weitere innerjüdische Richtung geschaffen, welche die Kinder- und Jugendliteratur in den folgenden Epochen mitbestimmte. Mit der Etablierung der Neo-Orthodoxie wurde der bislang dominierenden jüdischen Reformpädagogik eine Konkurrenz entgegengesetzt, die sich verstärkt an orthodoxen Prinzipien orientierte. Das Reformjudentum hatte sich mit seinen Entghettoisierungszielen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als größte Strömung innerhalb des deutschen Judentums durchgesetzt und erreichte in den 1840er Jahren seinen Wirkungshöhepunkt. Dies rief eine innerjüdische Opposition hervor, die in zwei Lagern, in Gestalt des konservativen Judentums und der Neo-Orthodoxie, auftrat.1

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2002

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