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Narrationen in der Politik

  • Gary S. Schaal
Chapter

Zusammenfassung

Politik erfüllt für die Gesellschaft eine spezifische Funktion: Sie erzeugt kollektiv verbindliche Entscheidungen für eine politische Gemeinschaft.1 Die differentia specifica der Politik im Vergleich zu anderen Systemen der Gesellschaft ist die Verfügung über Macht, der Code des politischen Systems ist Macht haben/keine Macht haben (Regierung/Opposition).2 Die zentralen Ressourcen der Politik zur Durchsetzung von Entscheidungen sind — in der Tradition Max Webers — der Legitimitätsglaube der Entscheidungsbetroffenen einerseits und die staatliche Sanktionsmacht andererseits.3

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Auswahlbibliographie

  1. Hanne, Michael: The Power of the Story: Fiction and Political Change, Providence 1994. — Hanne geht in seinem Buch der Frage nach, ob und inwieweit literarische Texte politische Entscheidungen und Ereignisse beeinflussen. Er legt anhand mehrerer Beispiele dar, dass fiktionale Texte nicht kausal politisches Handeln beeinflussen, aber dass bestimmte politische Gegebenheiten zu einer intervenierenden Variable werden bei der Rezeption fiktionaler Literatur.Google Scholar
  2. Roe, Emery: Narrative Policy Analysis, Durham 1994. — Roe zeigt, dass Politikfelder von »stories« und »non-stories« durchzogen sind. Um politische Probleme analysieren und lösen zu können, ist es notwendig, dass diese Erzählungen transparent werden und zu »Metanarrativen« zusammengeführt werden.CrossRefGoogle Scholar
  3. Straßenberger, Grit: Über das Narrative in der politischen Theorie, Berlin 2005. — Stra-ßenberger entwickelt einen alternativen Typus politischen Denkens, der auf Narration als Methode der Vermittlung von Theorie und Erfahrung zielt. Narrative Elemente sollen dabei Aufschluss geben über die handlungsorien-tierte Bedeutung von Gefühlen und Urteilen, die ansonsten in der politischen Theorie weitgehend ausgeblendet werden.CrossRefGoogle Scholar
  4. Young, Iris Marion: Intersecting Voices, Princeton 1997. — Hier zeigt Young, dass gegenseitiger Respekt und Verständnis für die Lebenswelt der Mitglieder einer Gemeinschaft idealerweise nicht über Zugehörigkeit zur selben sozialen Gruppe konstituiert wird, sondern über das Anhören und Verstehen des subjektiven Erlebens von Realität. Zentral ist dabei, dass narrative Elemente die Bedeutung von Identität klären und somit zur Grundlage politischen Handelns werden können.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2009

Authors and Affiliations

  • Gary S. Schaal

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