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Heinrich Mann pp 116-141 | Cite as

Front gegen den Faschismus aus dem Exil

  • Peter Stein
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Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

»Abgereist.« So lautete der vielzitierte Eintrag am 21.2.1933 in Heinrich Manns Taschenkalender. Gewarnt vom französischen Botschafter Francois-Poncet verließ Mann an diesem Tag Hitler-Deutschland und ging ins französische Exil. Ob er innerlich die von ihm immer schärfer kritisierte Republik schon früher verlassen hatte, ist schwer zu sagen: Koopmann datiert ein »spirituelles Exil« bereits seit den 1920er Jahren (1983a, 73), Middelstaedt eine »innere Emigration« ab dem Sturz des letzten parlamentarisch tolerierten Reichskanzlers Brüning am 30.5.1932 (1963, 168, 187), Jöckei einen Wendepunkt ab dem Staatsstreich in Preußen am 20.7.1932 (1977, 17); Schoeller geht vom Herbst 1932 aus, wenn er Manns Essay »Das Bekenntnis zum Übernationalen« als »politisches Testament« für die Zeit der Weimarer Republik bezeichnet (1991, 59) immerhin sprach Mann trotz dieses Bekenntnisses am 1.11.1932 selbst von der »vergangenen Republik« (TM/HM, 197). Diesen Deutungen stehen andere gegenüber, die aus entgegengesetzten Gründen mit der Flucht nach Frankreich zunächst noch keine Zäsur bezeichnet sehen, durch die ein Exil konstituiert worden sei.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2002

Authors and Affiliations

  • Peter Stein
    • 1
  1. 1.Universität LüneburgDeutschland

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