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Dante pp 188-202 | Cite as

Briefe, Eklogen und die Quaestio

  • Ulrich Prill
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Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Dreizehn, in Latein verfaßte Briefe werden Dante heute zugeschrieben (Üb. von sieben Briefen bei Ritter 1921). Man darf indes nicht mit einem modernen Verständnis der Gattung Brief an diese Texte herangehen. Denn während wir heute mit ›Brief‹ zumeist private oder geschäftliche Schreiben assoziieren, versteht das Mittelalter unter ›Brief‹ eine rhetorisch durchkomponierte, nicht selten von professionellen Schreibern aufgesetzte Gattung (Epistolographie), deren Regeln in den artes dictaminis vorgegeben sind und die sich nicht so sehr an eine Privatperson, sondern an eine größere Öffentlichkeit richtet. Die Gliederung eines Briefes sieht folgendermaßen aus:
  • salutatio / Gruß

  • exordium / Eröffnung

  • narratio / Erzählung

  • petitio / Bitte

  • conclusio / Schluß

Als vorbildlich gelten die über 900 Briefe Ciceros. Nach der Wiederentdeckung der ciceronianischen Epistolae ad Atticum durch Petrarca (1345) schafft dieser selbst ein bedeutendes epistographisches Œuvre. Seither steigt die Gattung Brief zu einer der bedeutenden literarischen Gattungen des Humanismus auf, der sich an antiken Vorbildern orientieren kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

Authors and Affiliations

  • Ulrich Prill
    • 1
    • 2
  1. 1.TU ChemnitzDeutschland
  2. 2.Deutschen Dante-GesellschaftDeutschland

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