Advertisement

Dante pp 87-102 | Cite as

De vulgari eloquentia

  • Ulrich Prill
Chapter
  • 31 Downloads
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Während der Arbeit am ersten Buch des Convivio kommt Dante auf den Gedanken, eine Schrift mit dem Titel »di Volgare Eloquenza« zu verfassen, die sich mit der Volkssprache (»volgare«) und mit den Möglichkeiten des Dichtens in der Volkssprache beschäftigen soll, ein Buch, ›das zu machen ich, so Gott will, beabsichtige‹ (I, v, 10; S. 27). Mit diesem Traktat lernen wir eine weitere Facette des Autors Dante kennen, seine sprachphilosophische und -historische sowie seine literaturtheoretische und -historische Forschung nämlich (zu Dantes Sprachtheorie vgl. Baldelli 1965 und Mazzocco 1993.). Zugleich vermittelt uns Dante erneut etwas von seinem Selbstbewußtsein als Autor. Er stellt sich an das Ende einer Kette volkssprachlicher Literatur, die er bei den Trobadors (zu Dante/Trobadors vgl. Santangelo 1959) beginnen läßt und über die sizilianische Dichterschule bis zum dolce stil novo und zu sich selbst und seiner Dichtung führt (vgl. Contini 1961). Dante übernimmt mit dieser genealogischen Reihe von den ›Anfängen‹ bis hin zu sich selbst zum einen religiöse Vorbilder nach dem Muster der alt- oder neutestamentlichen Geschlechterreihen wie sie etwa zu Beginn des Matthäus-Evangeliums (1, 1–17) vom Urpatriarchen Abraham über den König David bis hin zu Jesus geknüpft werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

Authors and Affiliations

  • Ulrich Prill
    • 1
    • 2
  1. 1.TU ChemnitzDeutschland
  2. 2.Deutschen Dante-GesellschaftDeutschland

Personalised recommendations