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Realismus pp 49-88 | Cite as

Ästhetik und Poetik

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Zusammenfassung

Die Literatur der Jahrhundertmitte entsteht im Kontext einer literaturkritischen Initiative, die nicht erst nachträglich in Literaturgeschichten als realistische identifiziert wird, sondern die sich selbst ein realistisches Profil zuschreibt. Ob und inwiefern diese ›Bewegung‹ die zeitgleich entstehenden Werke tatsächlich beeinflusst, ist durch diese Situierung noch nicht entschieden. Rückblickend fällt eher ein Nebeneinander, Aneinander-Vorbei oder gar Gegeneinander auf:
  • sei es, dass die programmatischen Verlautbarungen jene Werke außer Acht lassen oder gar missbilligen, die später als realistische kanonisiert werden,

  • sei es dass die deklarierten Musterwerke der neuen Richtung nicht das erfüllen, was sich im Konzept einer realistischen Literatur europaweit durchsetzen wird,

  • sei es dass unter revidiertem Blick ›Realismus‹ als historisch bedingte Kategorie der literarischen Theorie und Praxis an Geltung einbüßt und durch andere, besser passende Kategorien ersetzt wird.

Zunächst aber tritt um die Jahrhundertmitte ›Realismus‹ als Schlüsselwort einer neuen Literatur markant in Erscheinung. Philosophen, Literaturkritiker und Schriftsteller wirken mit an einem so genannten realistischen Programm, das die gewünschte Literatur hervorbringen, rechtfertigen und durchsetzen möchte. Die Art, wie diese Realisten ihre Vorlieben artikulieren, verrät bereits etwas von dem, was sie wollen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2006

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität zu KölnDeutschland

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