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Von der Sehfläche zum Text: Multimodale Texte – visuell und audiovisuell

  • Dorothee MeerEmail author
  • Ina Pick
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Zusammenfassung

So nützlich der Begriff der Sehfläche gerade aus angewandt-linguistischer Perspektive ist und so wichtig er für die Weiterentwicklung der multimodalen Analyse von Gebrauchsgegenständen und Medienformaten ist, so sind seine Grenzen jedoch erreicht, wenn die semiotischen (Teil-)Modalitäten gesprochene Sprache, bewegtes Bild, Musik und Geräusch mitberücksichtigt werden sollen. So ermöglicht der Begriff der Sehflächen die Beschreibung von statischen Einheiten aus sprachlichen und bildlichen Teilelementen, ist dabei aber entscheidend darauf angewiesen, dass diese mit einem ersten Blick holistisch erfasst werden können (s. Kap. 4.). Zwar ist es – wie wir im Weiteren zeigen werden – auch bei der Analyse bewegter Bilder und gesprochener Sprache notwendig, das Geschehen anhand einzelner Standbilder (stills) bzw. eines linearen Transkripts auditiver Daten zu analysieren, aber dabei ist es schon aufgrund der Geschwindigkeit der einzelnen stills (durchschnittlich 25 Einstellungen pro Sekunde) wenig sinnvoll, jedes einzelne Standbild in einer detaillierten top-down-Analyse als Sehfläche zu betrachten.

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Authors and Affiliations

  1. 1.BochumDeutschland
  2. 2.BaselSchweiz

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