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Urteil und Leidenschaft: Kleists Dorfrichter Adam im Lichte des Richterbildes der Aufklärung

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Zusammenfassung

Die Reform des deutschen Strafprozesses, die um 1800 einsetzt und insbesondere von der Umstellung vom ausschließlich schriftlich geführten Aktenprozess auf eine mündliche und öffentliche Verfahrensform markiert ist, wird von einem Diskurs ausgelöst und begleitet, der sich im Kern um die Frage dreht, auf welcher Wissensgrundlage von wem ein gerechtes Urteil gesprochen werden kann. Es geht also um die Anforderungen, die zum einen an den ermittelnden und urteilenden Richter und zum anderen an Beweise, Indizien und Zeugenaussagen gestellt werden. Hierbei wird nicht nur diskutiert, ob es »billig sey, daß Gelehrte die Criminalurtheile sprechen«, mit welchem juristischen Sachverstand also geurteilt werden sollte, sondern ebenso problematisiert, dass der Ermessensspielraum des Richters Gefahr laufe, sich gegenüber sachfremden, emotional motivierten Erwägungen zu öffnen.

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Authors and Affiliations

  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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