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Verwirklichte Wahlmöglichkeiten: Die öffentlichen Finanzen als Spiegelbild athenischen Selbstverständnisses

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Part of the Schriften zur Alten Geschichte book series (SCHAGE)

Zusammenfassung

Ausgehend von den Annahmen der Neue Institutionenökonomie werden die öffentlichen Ausgaben und Einnahmen als Ausdruck eines politischen Meinungsbildungsprozesses verstanden, der von Traditionen, außenpolitischen Machtansprüchen und Vorstellungen von Solidarität innerhalb der Bürgergemeinschaft geprägt ist. Dabei spielt das Selbstbild des politischen Gemeinwesens eine erhebliche Rolle: Das demokratische Selbstverständnis spiegelt sich in den verschiedenen Konzeptionen der Polis als Gemeinschaft gleichberechtigter Bürger, als Schicksalsgemeinschaft, als Kultgemeinschaft und als Wehrgemeinschaft. Die spezifische, historisch gewachsenn Ausgaben- und Einnahmenstruktur war daher Ausdruck politischer Diskurse und lenkte ihrerseits politische Entscheidungen. Die komplexe Struktur der öffentlichen Einnahmen und Ausgaben sowie die hohen finanziellen Anforderungen, die Athen zu bewältigen hatte, machen deutlich, wie dieser politisch-administrative Bereich spezielle Kenntnisse erforderlich machte, um eine sachlich fundierte Beratung informierter Akteure zu gewährleisten.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Alte GeschichteUniversität BielefeldBielefeldDeutschland

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