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Auf der Suche nach einem Weg

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Zussamenfassung

Im Sommer des Jahres 1800, nach nur drei Semestern, brach Kleist das Studium ab und begab sich mit einem älteren Freund, Ludwig von Brockes, auf eine Reise, die zunächst Wien zum Ziel hatte, dann aber nach Würzburg führte. Welchen Zweck er mit dieser Reise verfolgte, ist bis heute ungeklärt. Immer noch wuchern die Spekulationen. Kleist selbst versprach sich Entscheidendes von dieser Unternehmung, auch im Hinblick auf eine dann mögliche Eheschließung mit Wilhelmine. Am 1. November 1800 kehrte er unverrichteter Dinge nach Berlin zurück. Er nahm nicht etwa das Studium wieder auf, sondern besuchte als bloßer Hospitant einige Sitzungen der »Technischen Deputation « des Ministeriums Struensee und wurde sich alsbald klar, dass er »kein Amt nehmen« wollte : Es sei ihm unmöglich, zu unbekannten, für ihn nicht nachprüfbaren Zwecken als bloßes Werkzeug zu dienen. Der Braut schlug er vor, mit ihm in die französische Schweiz zu gehen und ihr Auskommen zunächst mit Deutschunterricht und einer Propagierung der Kantschen Philosophie zu sichern. Die wohlerzogene Generalstochter ist darauf nicht eingegangen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität InnsbruckViennaAustria

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