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Die verbale Inszenierung der nonverbalen Kommunikation oder die bedeutend-bedeutete Bewegung der Worte

  • Hildegard Benning
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Zusammenfassung

Wenn Klopstock seinen Ohren mehr als seinen Augen traut, weiß er sich angemessen aufgehoben im ‘schönen Ganzen’ des zweckmäßig komponierten Gedichts. Ganz nach Plan vermag die Empfindungskraft den Vorrang vor der Einbildungskraft zu behaupten, ohne daß die extensionale Basis von Dichtung einer „Kunst des Ausdrucks” geopfert wäre, „in der die Bedeutung ganz in Bewegung gelöst erscheint“.1

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Anmerkungen

  1. 2.
    Vgl. Johann Georg HAMANN: Aesthetica in nuce. In: Ders.: Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe. Bd. 2. Schriften über Philosophie, Philologie, Kritik (1758–1763). Hrsg. v. Josef Nadler. Wien 1950, S. 195–217; hier: S. 215. Dazu HENKEL: „Der deutsche Pindar”. — Zur Nachahmungsproblematik im 18. Jahrhundert. In: Walther KILLY (Hrsg.): Geschichte des Textverständnisses am Beispiel von Pindar und Horaz. München 1981, S. 173–193, bes. S. 173–175. Vgl. dazu auch die Anmerkungen bei Katrin M. KOHL: Rhetoric, the Bible, and the Origins of Free Verse. The Early „Hymns” of Friedrich Gottlieb Klopstock. Berlin/New York 1990, S. 77–92.Google Scholar
  2. 3.
    Vgl. Friedrich Gottlieb KLOPSTOCK: Von der Nachahmung des griechischen Silbenmaßes im Deutschen. In: Ders.: Gedanken über die Natur der Poesie. Dichtungstheoretische Schriften. Hrsg. v. Winfried Menninghaus. Frankfurt 1989, S. 9–21; hier: S. 14. Vgl. HKA-Drucke, Nr. 3182–3195, S. 831–833.Google Scholar
  3. 4.
    Für die Unterscheidung von analoger und digitaler Kommunikation vgl. Paul WATZLAWICK/Janet H. BEAVIN/Don D. JACKSON: Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. 7., unveränd. Aufl. Bern/ Stuttgart/Wien 1985 (zuerst 1967), bes. S. 61–68 u. S. 96–103 sowie das LessingBuch von Beatrice WEHRLI: Kommunikative Wahrheitsfindung. Zur Funktion der Sprache in Lessings Drama, bes. S. 53–63.Google Scholar
  4. 6.
    Vgl. Friedrich Gottlieb KLOPSTOCK: Vom gleichen Verse. Aus einer Abhandlung vom Silbenmaße. In: Ders.: Dichtungstheoretische Schriften, S. 3553; hier: S. 35. Vgl. HKA-Drucke, Nr. 3269–3277, S. 852 f.Google Scholar
  5. 10.
    So Manfred BEETZ in seiner Rezension zu: Ursula GEITNER: Die Sprache der Verstellung. Studien zum rhetorischen und anthropologischen Wissen im 17. und 18. Jahrhundert. Tübingen 1992. In: Arbitrium 12(1994). H. 1, S. 4548; hier: S. 45.Google Scholar
  6. 11.
    Vom gleichen Verse, S. 53. Zum komplementären Verhältnis von ARS und NATURA vgl. GEITNER: Die Sprache der Verstellung, bes. S. 80–94; S. 171 f.Google Scholar
  7. 12.
    Vgl. Friedrich Gottlieb KLOPSTOCK: Vom deutschen Hexameter. In: Ders.: Dichtungstheoretische Schriften, S. 60–156; hier: S. 123.Google Scholar
  8. 13.
    Vgl. SCHÖDLBAUER: Entwurf der Lyrik, S. 179.Google Scholar
  9. 15.
    Klopstocks Arbeitstagebuch, S. 40 (genetische Fassung) u. S. 122 (Lesefassung). Das nicht verstandesmäßig angebundene Urteil des Ohres wird von Klopstock bezeichnenderweise mit der von ihm kritisierten mechanischen Silbenzeit der Alten in Verbindung gebracht. In dieser Perspektive ist auch die von Schödlbauer vorgenommene Entgegensetzung von „Witz” und poetischer Doktrin nicht aufrechtzuerhalten. Vgl. SCHÖDLBAUER: Entwurf der Lyrik, S. 180.Google Scholar
  10. 59.
    Vgl. ders.: Fragmente einer Abhandlung über die Ode, S. 82; S. 69; S. 72–76; S. 81. Zum Gegensatz zwischen poetischem und prosaischem Zeitalter und den Voraussetzungen einer poetischen Aussprache der Empfindung unter wissenschaftlichen Bedingungen vgl. ADLER: Die Prägnanz des Dunklen, S. 139142 sowie GAIER: Poesie als Metatheorie, S. 217–224 und Heinrich BOSSE: Herder (1744–1803). In: Horst TURK (Hrsg.): Klassiker der Literaturtheorie: von Boileau bis Barthes. München 1979, S. 78–91; hier: S. 85–89.Google Scholar
  11. 60.
    Vgl. HERDER: Von der Ode. Dispositionen, Entwürfe, Fragmente. In: Ders.: Werke in zehn Bänden. Bd. 1. Frühe Schriften 1764–1772. Hrsg. v. Ulrich Gaier. Frankfurt 1985, S. 57–99; hier: S. 69.Google Scholar
  12. 70.
    Vgl. HERDER: Terpsichore, S. 165. August Wilhelm Schlegel notiert im Rahmen seiner Berliner Vorlesungen zur „Eurythmie”: »der Wohlklang der Sprache in Ansehung der Succession, im Wechsel der Tonbewegungen”. »Gänzlicher Mangel der Quantität bloße Bestimmung nach dem Accent.” Vgl. August Wilhelm SCHLEGEL: Vorlesungen über schöne Literatur und Kunst. Berlin 1801–1804. In: Ders.: Kritische Ausgabe der Vorlesungen. Hrsg. v. Ernst Behler in Zusammenarbeit mit Frank Jolles. Bd. 1. Vorlesungen über Ästhetik I (1798–1803). Mit einem Kommentar und Nachwort hrsg. v. Ernst Behler. Paderborn/München/Wien/Zürich 1989, S. 413.Google Scholar
  13. 71.
    Vgl. HERDER: Vorrede. In: Ders.: Volkslieder. Nebst untermischten andern Stücken. Zweiter Theil (1779). In: Ders.: Sämmtliche Werke. Bd. 25, S. 313334, hier: S. 332.Google Scholar

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  • Hildegard Benning

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