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Die krumme Linie und das schöne Ganze oder die geheime Kunst des Plans

  • Hildegard Benning
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Zusammenfassung

Gottscheds eindringliche Warnung vor der Tücke des Details, vor den „unendlichen Abtheilungen“ zusammengelesener „Kleinigkeiten“,1 vermag Klopstock nicht davon abzubringen, in der Erfahrung des Besonderen auf das ’grundsätzliche’ Ganze zu gehen.

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Anmerkungen

  1. 121.
    Eine Beurteilung der Winckelmannischen Gedanken, S. 1051. Die Auseinandersetzung zwischen Winckelmann und Klopstock läßt eine antike Kontroverse aufleben. Die unterschiedliche Bewertung des MOVERE operiert auf der Folie des Gegensatzes zwischen der Stoa, welche „das an die Ataraxie abgetretene Hypsos als moralische Qualität deutet”, und der Haltung Pseudo-Longins, dem „vorerst letzten Versuch, am tradierten Sinn des Hypsos im Rahmen einer Dichtung festzuhalten, die sich — fern jedes ornamentalen Impulses — dem Erhabenen als Medium der Seelenerhebung öffnet.” Vgl. Dietrich MATHY: Zur frühromantischen Selbstaufhebung des Erhabenen im Schönen. In: Christine PRIES (Hrsg.): Das Erhabene. Zwischen Grenzerfahrung und Größenwahn. Weinheim 1989, S. 143–160; hier: S. 153.Google Scholar
  2. 126.
    Im Anschluß an Simonides (500 v. Chr.) und in Umkehrung der UTPICTURA-POESIS-Doktrin fordert Winckelmann, daß die „Mahlerey (…) erdichtete Bilder haben” soll. Vgl. Johann Joachim WINCKELMANN: Versuch einer Allegorie besonders für die Kunst. In: Ders.: Kunsttheoretische Schriften. Bd. 4. Baden-Baden/Strasbourg 1964, S. 2. Vgl. dazu UEDING: Von der Ästhetik zur Rhetorik, S. 152. Zu Ursprung und Geschichte der antiken Lehre von der Malerei als einer stummen Poesie vgl. Niklaus Rudolf SCHWEIZER: The Ut pictura poesis Controversy in Eighteenth-Century England and Germany. Bern/Frankfurt 1972 (Europäische Hochschulschriften. Reihe XVIII. Bd. 2.), hier: S. 10–13.Google Scholar
  3. 140.
    Vgl. ebd., S. 86. Da es dem zeichnenden Künstler versagt ist, Gegenstände darzustellen, deren „natürliche[r] Zustand” die Unsichtbarkeit ist (vgl. ebd., S. 87), fallen auch die Homerischen Götter als Sujet der Malerei aus. Versucht der Künstler dieses Manko durch die Verwendung ‘symbolischer Zeichen’ zu kompensieren, so geraten ihm die Götter zu „Wesen, die weiter an nichts als an äusserlichen verabredeten Merkmalen zu kennen sind”. Vgl. ebd., S. 85.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1997

Authors and Affiliations

  • Hildegard Benning

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