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»Notiz« zum Berliner Requiem Aspekte seiner Entstehung und Aufführung

  • Nils Grosch
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Zusammenfassung

Das Berliner Requiem war zunächst eine Komposition für den Rundfunk. In Auftrag gegeben durch den Frankfurter Sender SWR (Südwestdeutscher Rundfunkdienst AG) und motiviert für die reichsweite Ausstrahlung durch alle deutschen Sendeanstalten stellt es einen frühen Markstein radiophoner Kunst dar. Im Anschluß an die Uraufführung scheiterte die geplante Publikation des Werkes durch die Wiener Universal-Edition und so geriet das Stück in Vergessenheit. Seit jedoch 1967 David Drew das Werk neu edierte,1 besitzt es einen festen Platz im Chorrepertoire des 20. Jahrhunderts und erfreut sich einer regen Verbreitung durch Aufführungen und Tonträger. Der Weg seiner Entstehung, seine ursprüngliche Bedeutung als Radiomusik sowie seine originäre Form werden in diesem Zusammenhang kaum beachtet. Eine genaue Betrachtung dieser Zusammenhänge jedoch führt uns heute zu einem Werk, von dem man sich dann unbefangen fragen möchte, ob es sich überhaupt um das gleiche Berliner Requiem handelt, das man doch von Konzerten und Schallplatteneinspielungen zu kennen glaubt.

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Notizen

  1. 5.
    Kurt Weill: Zu meiner Kantate ›Das Berliner Requiem‹, in: Südwestdeutsche Rundfunk-Zeitung 20 (1929), S. 3. Der Text wird im Anhang dieses Bandes wiederveröffentlicht (s. S. 195)Google Scholar
  2. 7.
    Kurt Weill: Keine Differenz Weill—Hindemith [1929], in: Kurt Weill: Musik und Theater. Gesammelte Schriften, hg. von Stephen Hinton und Jürgen Schebera. Berlin 1990. S. 303f.Google Scholar
  3. 18.
    Vgl. David Drew: Kurt Weill. A Handbook, Berkeley und Los Angeles 1987, S. 222f.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1996

Authors and Affiliations

  • Nils Grosch

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