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La puttana errante

  • Carolin Fischer
Chapter

Zusammenfassung

Nachdem in den beiden vorangegangenen Kapiteln die Texte betrachtet wurden, die Aretinos Ruhm als erotischer Autor begründet haben, wollen wir uns nun einem Dialog zuwenden, der diesen Ruf im Frankreich des 18. Jahrhunderts tradierte und festigte. Der Dialogo di Giulia e di Madalena, der unter dem Titel La Puttana errante überliefert wurde, war in französischer Übersetzung als La putain errante ein absoluter Bestseller1 und hat wesentlich dazu beigetragen, daß der Name seines angeblichen Verfassers zum Synonym für Pornograph wurde. Zwar schrieben Bayle, Nodier und Forberg dieses Courtisanengespräch Aretino zu, und noch Lorenzoni vertritt diese Meinung,2 doch schon Englisch erklärt sie in seiner Geschichte der erotischen Literatur für irrig.3 In der Folge hat die Forschung diesen Dialog, sofern sie ihn überhaupt berücksichtigt, generell als apokryph abgelegt. Lediglich die Herausgeber eines frühen italienischen Manuskripts aus der Bibliothèque du Musée Condé sehen in ihm einen weiteren Teil der Ragionamenti.4

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Notizen

  1. 5.
    Aretino, Pietro: Capricciosi e piacevoli Ragionamenti. Cosmopoli [Leyden] 1660. Die Forschung spricht von nur einer Ausgabe aus diesem Jahre. Ein Vergleich der beiden Exemplare in der British Library zeigt jedoch, daß es sich trotz des identischen Inhalts mindestens um zwei verschiedene Auflagen handelt.Google Scholar
  2. 8.
    Aquilecchia, Giovanni: Presentazione; in: Il Piacevol Ragionamento de l’Aretino. Dialogo di Giulia e di Madalena. Hrsg. v. Claudio Galderisi. Rom 1987, S. 9: «Al di là della datazione generica del secolo XVI fomita dal catalogo della biblioteca, i curatori ritengono di poter restringere tale data tra il 1550 e il 1572».Google Scholar
  3. 18.
    Freud, Sigmund: Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie. Eingel. v. Reimut Reiche. Frankfurt/M. 1991, S. 54.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1994

Authors and Affiliations

  • Carolin Fischer

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