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Die Rekonstruktion des Kolportagebuchhandels zwischen 1869 und 1905

  • Gabriele Scheidt
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Zusammenfassung

In der buchhandelsgeschichtlichen Forschung herrscht Einigkeit darüber, daß die Industrialisierung von kaum zu überschätzender Bedeutung für die Entwicklung des Buchhandels gewesen ist. Dagegen divergieren die Ansichten über den Zeitpunkt und die Bedeutung der industriellen Revolution für den Buchhandel. Gewiß sind die technischen Innovationen zwischen 1800 und 1845 für die Entwicklung des Buchhandels von enormer Wichtigkeit gewesen. Ob dies indes dazu legitimiert, vom “Übergang des Buchhandels in seine hochkapitalistische Phase”1 zu sprechen, scheint zweifelhaft. Denn das hieße, den ‘Take Off’2 des Buchhandels zum hochindustrialisierten und -kapitalisierten Buchmarkt auf einen Zeitpunkt zu verlegen, zu dem in Deutschland die Hochindustrialisierung noch gar nicht begonnen hatte: So datiert Hans-Ulrich Wehler “den Durchbruch der Industriellen Revolution in Deutschland erst auf den Beginn der 1850er Jahre”.3

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Notizen

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    So brachte beispielsweise die 1862 erfundene Komplettgießmaschine eine wesentliche Erleichterung bei der Buch- und Zeitschriftenproduktion: “(…) eine Maschine, welche den Guß, das Abbrechen und Schleifen der einzelnen Buchstaben in einer Tour besorgt und stündlich bis zu 7000 sofort zum Satz verwendbare Typen liefert.” (Beck, H.: Der gemischte Betrieb im deutschen Verlagsbuchhandel. Stuttgart u.a. 1912. S. 51.) Die 1872 eingeführte Setzmaschine vennochte indessen schon über 7000 Buchstaben in der Stunde zu setzen und provozierte damit eine weitere Steigerung der Produktivität in der Lettemherstellung. Im gleichen Jahr wurde die Hephumsche Komplett-Gießma.cchine eingeführt, die einen täglichen Output von 40–50’000 Lettern hatte. Grundvoraussetzung für diese enorme Steigerung der Produktion im Druckbereich war jedoch die Erfindung der Zellulose im Jahr 1870: Sie beseitigte die Knappheit der natürlichen Ressource Papier. So war eine ‘moderne’ Papiermaschine beispielsweise in der Lage, das Papier für die 10’000 Exemplare eines ca. 320 Seiten starken Verlagswerks in nur neun bis zehn Stunden herzustellen. Hinzu kommt, daß das zuvor verwendete Holzpapier wegen seiner Brüchigkeit nur schlecht industriell genutzt werden konnte. Es hätte jedenfalls nicht den Belastungen der 1873 auf den Markt gekommenen Rotatio’nspresse standgehalten. Es war schließlich die Rotationspresse mit einem Produktionsvolumen von über 24000 Druckseiten in der Stunde, die den Verleger in den Stand setzte, seine Auflagen signifikant zu steigern. Vgl. dazu insgesamt: Barge, H.: Geschichte der Buchdruckerkunst von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Leipzig 1940; Gerhardt, C.: Geschichte der Druckverfahren. Teil III. Der Buchdruck. Stuttgart 1975; Goldfriedrich, J.: Geschichte des deutschen Buchhandels. Bd. 4. Vom Beginn der Fremdherrschaft bis zur Reform des Börsenvereins im neuen Deutschen Reiche. Leipzig 1913; Müller, A.: Lehrbuch der Buchdruckerkunst. Leipzig 101913; Rarisch, Industrialisierung.Google Scholar
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  • Gabriele Scheidt

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