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Forschungsüberblick und Problemkonstruktion

  • Gabriele Scheidt
Chapter

Zusammenfassung

“Alle eigentlichen aesthetischen Urtheile sind ihrer Natur nach Machtsprüche und können nichts andres sein. Beweisen kann man sie nicht, legitimiren aber muß man sich dazu. — Daß man schlechte Werke gar nicht beurtheilen sollte, ist sehr gewiß.”1

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Notizen

  1. 1.
    Schlegel. F.: Literarische Notizen 1797–1801. H. Eichner H. Berlin 1980. Nr. 71.Google Scholar
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  3. 4.
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    Es sind im wesentlichen vier Aspekte, die die Rezeption eines Textes vorstrukturieren und den Trivialisierungsproze6 einleiten: Die Rezeptionsvorgabe in Form von Vor- und Nachwort, Mottos und Sentenzen; die Rezeptionsverengung durch Anordnung der Gedichte nach bestimmten, ihnen äußerlichen Kriterien, wie Jahreszeiten oder Lebenszyklen; die Rezepetionsfixierung durch Illustrationen oder Erläuterungen; und schließlich die Textveränderung. Vgl. dazu: Bark, J.: Rezeption als Verarbeitung von Texten. Am Beispiel von Anthologien und Lesebüchern. In: Der alte Kanon neu. W. Raitz / E. Schütz Hgg. Opladen 1976. S. 208–224. Und: Häntzschel, G.: ‘In zarte Frauenhand’. Aus den Schätzen deutscher Dichtkunst. Zur Trivialisierung der Lyrik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In: ZfdPh 99, 1980, S. 199–226.Google Scholar
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    Langenbucher, W.: Im Banne eines Begriffs. Kritik der literaturwissenschaftlichen Beschäftigung mit ‘Trivialliteratur’. In: Kürbiskern, 1966, H. 4, S. 90–97. S. 93. Die wohl umfassendste, nicht-literatursoziologische terminologische Bestandsaufnahme ist von Hans Friedrich Foltin vorgelegt worden. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um eine klassifikatorisch verfahrende Zusammenstellung, bei der eine kritische, problematisierende Bedeutungszuordnung offensichtlich nicht beabsichtigt war. Vgl.: Foltin, H. F.: Die minderwertige Prosaliteratur. Einteilungen und Bezeichnungen. In: DVjs 39, 1965, S. 288–323.Google Scholar
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    “Sozialgeschichtlich ist die Ausdifferenzierung einer ‘zweiten Literatur’ aus dem Gesamtsystem Literatur eine Folge der Konstituierung der bürgerlichen Gesellschaft. Die dabei sich vollziehende Abkoppelung des politischen und ökonomischen Systems vom kulturellen setzt die Kunst aus dem gesellschaftlichen Gebrauchszusammenhang frei (…), ein Vorgang, der auf der Ebene der Poetikgeschichte sein Korrelat im semantischen Wandel des Begriffs ‘Nutzen’ bat.” Ebenda: S. 16.Google Scholar
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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1994

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  • Gabriele Scheidt

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