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Französische Metrik

  • Jürgen Grimm
  • Frank-Rutger Hausmann
  • Christoph Miething
Chapter
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Unabhängig von der Ausgestaltung einer spezifischen, für eine bestimmte Sprache gültigen Metrik setzt dieser Begriff allgemein die Unterscheidung von ›gebundener‹ und ›ungebundener‹ Rede, von Prosa und Vers voraus. Die gebundene Rede unterscheidet sich von der ungebundenen durch eine von der Umgangssprache abweichende Strukturierung von Satzsegmenten oder Sätzen. Strukturierungselement ist der Vers. Zur Veranschaulichung der Begriffe ›Metrik‹ und ›Vers‹ empfiehlt es sich, ihre sprachliche Herkunft in Erinnerung zu behalten. Der gr. Begriff ›Metron‹ bedeutet ›Maß‹und zeigt damit an, daß die Sprache ›gemessen‹ wird, also auf eine in ihr verwirklichte Ordnung hin untersucht wird. Der lat. Begriff ›versus‹, bereits an der Schriftsprache orientiert, verwendet das Bild zweier parallel gezogener Linien zur Beschreibung des Schriftbilds der gebundenen Rede. Mit diesem Bild ist zugleich ausgesagt, daß ein Vers für sich allein prinzipiell nicht existieren kann, daß es zu seiner Konstitution vielmehr der Wiederholung einer identischen Struktur bedarf.

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Literatur

  1. B. De Cornulier, Theórie du vers, Paris 1982; Deloffre, Nr. 30; Elwert, Nr. 38; Guiraud, Nr. 60; Mazaleyrat, Nr. 114;Google Scholar
  2. J. Pineau, Le mouvement rythmique en français. Principes et méthode d’analyse, Paris 1979.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1987

Authors and Affiliations

  • Jürgen Grimm
  • Frank-Rutger Hausmann
  • Christoph Miething

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