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Günter Grass pp 161-180 | Cite as

»Die Rättin«

  • Volker Neuhaus
Chapter
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Die Hochrüstung, der mit der Überbevölkerung wachsende Hunger in der Welt, die globale Umweltverschmutzung haben für Grass Anfang der achtziger Jahre solch katastrophale Ausmaße angenommen, daß keins der herrschenden Systeme sie mehr zu lösen vermag. Bereits im »Butt« hieß es mit Blick auf die spezifisch männlich geprägte Geschichte: »›Wissen und Macht habe ich euch verliehen, doch nur Kriege und Elend habt ihr bezweckt. Die Natur wurde euch anvertraut, worauf ihr sie ausgelaugt, verschmutzt, unkenntlich gemacht und zerstört habt. Bei all dem Überfluß, den ich euch eröffnet habe, könnt ihr dennoch die Welt nicht satt machen. Der Hunger nimmt zu. Eure Ära klingt mißtönend aus. Kurzum: Der Mann ist am Ende. So viel perfekter Leerlauf läßt sich kaum noch verwalten. Ob im Kapitalismus oder im Kommunismus: Überall vernünftelt der Wahnsinn‹« (Butt V, 531f, vgl. Rt VII, 42f). Diese Einsicht weitet sich nun angesichts immer neuer Katastrophenmeldungen aus: Nicht mehr der ›Mann‹, der ›Mensch‹ ist am Ende. In den »Kopfgeburten« widerruft Grass erstmals ausdrücklich das Anfang der siebziger Jahre entwickelte Bild von der Schnecke als dem Emblem des Fortschritts: »Es war mein Irrtum, auf die Schnecke zu setzen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

Authors and Affiliations

  • Volker Neuhaus

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