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Geschichtlicher und sozialhistorischer Hintergrund des realistischen Romans in Frankreich

  • Uwe Dethloff
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Wenn die Gattung des Romans im Verlauf der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Frankreich zunehmend an Bedeutung gewinnt, dann ist dies insbesondere das Verdienst solcher Autoren, die sich, wie Stendhal und Balzac, in ihren Romanen mit der zeitgenössischen politischen und gesellschaftlichen Wirklichkeit auseinandersetzen. Daß der Roman ab den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts seine Stoffe aus der Zeitgeschichte und ›aktuellen‹ Gesellschaft bezieht — Hugo Friedrich spricht vom »Aktualismus« des realistischen Romans (Friedrich, 51966, S. 27) -, hängt ohne Zweifel auch mit der allmählichen Überwindung der doctrine classique ab 1800 zusammen. Ganz entscheidend für den Siegeszug des gegenwartsbezogenen Romans ab Beginn des 19. Jahrhunderts ist jedoch die spezifische politisch-gesellschaftliche Entwicklung im nachrevolutionären Frankreich, die insbesondere von der kulturtragenden und -produzierenden Schicht zum Teil traumatisch erlebt und verarbeitet wird.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1997

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  • Uwe Dethloff

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