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Heinrich Heine pp 150-165 | Cite as

Rezeptionsgeschichte

  • Jeffrey L. Sammons
Chapter
Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Die aus aller Welt kommenden Besucher an Heines Grab, die Blumen, die es oft, auch im Winter, bedecken, sind nur einige Zeichen einer für die deutsche Literaturgeschichte ungewöhnlich breiten und langandauernden Wirkung. Es ist eine Binsenwahrheit, daß in der Welt unter deutschsprachigen Dichtern der Bekanntheitsgrad Heines erst hinter dem Goethes rangiert. Aber ist es sehr die Frage, ob nicht wenigstens in der Vergangenheit — die heutige Situation ist schwerer zu beurteilen — die Bekanntheit Heines breiter als die Goethes gewesen ist, vor allem, wenn man nicht nur die Leser, sondern auch die Hörerschaft mit berücksichtigt. Denn bekanntlich wurden Heines Gedichte zu einem sehr großen Teil »auf Flügeln des Gesanges« (»Lyrisches Intermezzo«, 9) in die Welt getragen. Man hat sogar behauptet, daß unter den Dichtern der Weltliteratur nur der biblische Psalmist öfter als Heine vertont worden sei. Die Geschichte und Interpretation der Tausende von Liederkompositionen, sowie die Frage, inwieweit sie den Sinn der Heineschen Worte verändert und die Wahrnehmung Heines überhaupt verlagert und eingeengt hätten, machen ein Forschungsgebiet für sich aus.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

Authors and Affiliations

  • Jeffrey L. Sammons

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